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"Feldblumen" (1841), eine der frühen Erzählungen aus Adalbert Stifters "Studien", folgt einem jungen Wiener auf seinem heiter-nachdenklichen Weg durch Freundschaft, Kunst und Liebe. In lockerer, tagebuchartiger Form berichtet der Erzähler von einem Kreis lebensfroher Gefährten, von Wanderungen und Sommertagen - und von seiner Zuneigung zur anmutigen Angela. Wie Feldblumen am Wegrand reihen sich Bilder, Gedanken und Stimmungen aneinander: Betrachtungen über das Schöne, über die Natur und das rechte Maß des Lebens. Stifter zeigt sich hier von seiner leichtesten, sonnigsten Seite - eine poetische Feier der einfachen Freuden und des stillen Glücks. Hans Jochim Schmidt liest die vollständige Erzählung, ungekürzt, gut 5 Stunden.
Adalbert Stifter (1805-1868) zählt zu den großen Erzählern des bürgerlichen Realismus. Der aus dem Böhmerwald stammende Dichter und Maler schuf mit Werken wie "Der Nachsommer", "Bunte Steine" und "Witiko" eine Prosa von ruhiger, tief empfundener Naturschilderung und dem berühmten "sanften Gesetz" seiner Weltsicht.