Alexander Seibold

Wozu sind wir noch da?

Damit es unseren Kindern besser geht - über Arbeit, Maschinen und ein Leben, das sich wieder lohnt. 1. Auflage. 21,6 cm / 15,3 cm / 1,0 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 96 Seiten
EAN 9783696391935
Veröffentlicht Juli 2026
Verlag/Hersteller BoD - Books on Demand
24,95 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Wozu sind wir noch da?
Wir arbeiten mehr als jede Generation vor uns - dabei sollten Maschinen uns längst Zeit schenken. Stattdessen wächst die Erschöpfung. Und mit der künstlichen Intelligenz wächst die Angst: Was, wenn sie uns die Arbeit wegnimmt?
Vielleicht ist das die falsche Frage. Die richtige lautet: Was gibt einem Menschen das Gefühl, gebraucht zu werden - und was passiert mit uns, wenn es verschwindet?
Von denen, die um 1940 geboren wurden, hatten es später neun von zehn besser als ihre Eltern. Heute ist es noch die Hälfte. Das alte Versprechen - dass es unseren Kindern einmal besser gehen wird - ist leise zerbrochen. Die meisten von uns spüren es, auch ohne es in Zahlen fassen zu können.
Dieses Buch erzählt in drei Teilen, was gerade geschieht und was daraus werden kann. Der erste Teil zeigt, warum wir trotz aller Technik müder und unruhiger sind als je zuvor - vom Laufband der Beschleunigung bis zur Angst, überflüssig zu werden. Der zweite Teil macht einen konkreten Vorschlag: ein Grundeinkommen, nicht als Almosen, sondern als Boden, auf dem man wieder stehen kann. Wer soll das bezahlen? Macht das nicht faul? Das Buch nimmt die Einwände ernst und antwortet mit Zahlen und Studien statt mit Parolen. Der dritte Teil entwirft, wie ein gutes Leben aussehen könnte, wenn Maschinen die Arbeit machen - von der Arbeit der Hände über die Zuwendung bis zu einer Stimme, die wieder zählt.
Alexander Seibold führt ein Hotel in den Bergen und baut zugleich an der Software mit, die Arbeit wie seine eigene überflüssig machen könnte. Er schreibt ohne Fachchinesisch, dafür mit Beispielen aus dem Arbeitsalltag - und mit einem Quellenapparat, in dem sich jede Zahl nachschlagen lässt.
Ein ehrliches Buch über die Angst vor dem Morgen. Und ein hoffnungsvolles über das, was wir daraus machen können. Für alle, die spüren, dass sich etwas ändert - und die Antwort nicht ihren Kindern überlassen wollen.

Portrait

Alexander Seibold hat mehr Berufe gehabt, als in eine Kurzvita passen. Er hat eine Lehre im Einzelhandel gemacht und Maßanzüge verkauft, hat als Koch angefangen und als Küchenchef gearbeitet - in der Großküche mit 2.000 Essen am Tag genauso wie im Haubenrestaurant in den Bergen. Er hat ein Stadthotel in Wien geleitet, Zimmerpreise kalkuliert, Personal eingestellt, auf einem biodynamischen Weingut Reben geschnitten und für einen Landtagsabgeordneten Reden geschrieben. Nebenher hat er Wirtschaftswissenschaften studiert.
Heute arbeitet er in einem Hotel in den Tiroler Bergen und baut zugleich an der Software mit, die viele dieser Arbeiten schneller, klüger - und eines Tages vielleicht überflüssig - machen wird. Aus dieser doppelten Nähe ist dieses Buch entstanden: Er kennt die Arbeit, um die es geht, mit den eigenen Händen, und er kennt die Maschinen, die sie verändern. Und er schreibt mit der Frage im Rücken, die ihn seit der Geburt seiner Söhne nicht mehr loslässt: Was für ein Leben werden unsere Kinder führen, wenn Arbeit nicht mehr das Zentrum von allem ist?
Alexander Seibold lebt in Tirol. Er hat zwei Söhne. "Wozu sind wir noch da?" ist sein erstes Buch.