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'Ein einzigartiger Blick auf das 20. Jahrhundert - und auf eine starke Frau. -Elsas Welt- ist wunderbar anschaulich geschrieben, voller Empathie und Feinsinn. Ein Buch, das auf profunder Kenntnis gründet, und uns zugleich tief anrührt.' (Christopher Clark)
In seinem bislang persönlichsten Buch folgt Bestsellerautor Andreas Kossert den Spuren seiner Großmutter Elsa ins polnische Lodz - in eine Stadt, die für seine deutschen Vorfahren einst das "Gelobte Land" war. Kossert erzählt die Geschichte seiner Familie vom Aufbruch der Kolonisten im 18. Jahrhundert über den rasanten Aufstieg zur Textilmetropole bis zu Elsas Alltag unter deutscher Besatzung im Zweiten Weltkrieg in erdrückender Nähe von Terror und Vernichtung. Nach Kriegsende erlebte sie Vertreibung, Lagerhaft und am Ende den Verlust ihrer Heimat. Am Beispiel seiner Großmutter zeichnet er ein intimes Familienporträt, und wie nebenbei entsteht vor unseren Augen ein großes Panorama der Geschichte Mitteleuropas, erzählt mit großer Wucht und Sensibilität. Elsas Leben zwischen Hoffnung und Verlust jenseits nationaler Eindeutigkeiten steht beispielhaft für das große europäische Drama von Nationalismus und Krieg - und könnte damit kaum aktueller sein. 'Andreas Kossert folgt den Spuren seiner Großmutter mit der Akribie des Historikers und der Empathie des Enkels. -Elsas Welt- ist das Plädoyer für ein Leben dazwischen: zwischen Ländern, Sprachen und Kulturen. Aus solchen Erzählungen sollte die Geschichte bestehen, die wir unseren Kindern unterrichten.' Karolina Kuszyk
Andreas Kossert, geboren 1970, studierte Geschichte, Slawistik und Politik. Der promovierte Historiker arbeitete am Deutschen Historischen Institut in Warschau und lebt seit 2010 als Historiker und Autor in Berlin. Seine historischen Darstellungen Masurens (2001) und Ostpreußens (2005), die die Geschichten dieser Regionen aus postnationaler Perspektive beleuchten, wurden von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen. Mit seinem Bestseller Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945 (2008) hat er eindrucksvoll den Mythos der rundum gelungenen Integration der Vertriebenen im Nachkriegsdeutschland erschüttert. Zuletzt erschien Flucht - Eine Menschheitsgeschichte (2020), eine Darstellung von Flüchtlingsschicksalen, die zeigt, welche existenziellen Erfahrungen von Entwurzelung und Anfeindung mit dem Verlust der Heimat einhergehen. Für seine Arbeit wurde er mit dem Georg-Dehio-Buchpreis 2008, dem NDR Kultur Sachbuchpreis 2020 sowie dem Preis für 'Das politische Buch' 2021 der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgezeichnet.