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März 1945. Die 22-jährige Lieselotte flieht aus Pommern. Hunger, Kälte und Todesangst bestimmen ihren Alltag. "Kann man solche Stunden überhaupt noch als Leben bezeichnen?", fragt sie sich. Eine Geschichte, wie sie viele Deutsche erlebten. 80 Jahre später öffnet ihr Enkel das Familienarchiv. Tagebücher, Fluchtberichte und Hunderte Briefe offenbaren die Traumata früherer Generationen, deren Echo bis heute nachhallt.
Auf Basis der Zeitzeugenberichte ist ein vielstimmiges Familienepos entstanden, das von Flucht, Vertreibung und Neubeginn erzählt: Lieselottes Mann Konrad kehrt in den Offiziersdienst zurück und wird Deutschlands erster Kommandeur des Bundesgrenzschutzes See. Ein zutiefst berührendes Zeugnis über das Schicksal und die Beharrlichkeit, der inneren Berufung zu folgen - selbst wenn alles dagegen spricht.
Dr. Dr. Andreas Tank wurde 1979 in Lemgo geboren. Der selbstständige Unternehmensberater hat in den Wirtschaftswissenschaften und der Sinologie promoviert und lebt seit über 20 Jahren in China. Nach zwei biografischen Bildbänden über die Pioniere der Weltgeschichte Wulf-Diether Graf zu Castell und Hugo Junkers begibt er sich nun auf Spurensuche in der eigenen Familiengeschichte.
Als Enkel zweier Vertriebener aus der einstigen deutschen Provinz Pommern stieß er am ersten Küchentisch seiner Großeltern nach ihrer Flucht und Vertreibung auf ein außergewöhnlich umfangreiches Familienarchiv. Die Stimmen und Erfahrungen vergangener Generationen ließen ihn nicht mehr los - und führten ihn auf die Suche nach einer Geschichte, die weit über die eigene Familie hinausweist.