Blick ins Buch

Wissensproduktion und koloniale Herrschaftslegitimation an den Kölner Hochschulen

Ein Beitrag zur 'Dezentralisierung' der deutschen Kolonialwissenschaften. 1. Auflage. 21,0 cm / 14,8 cm / 2,1 cm ( B/H/T )
EAN 9783631654781
80,20 €
inkl. MwSt.
382 Seiten
Juni 2015
Peter Lang

Köln und seine Hochschulen blicken auf eine lange, bisher vernachlässigte koloniale Vergangenheit zurück. Sowohl in der Zeit des realen Kolonialbesitzes als auch im Zuge des Kolonialrevisionismus der Weimarer Republik und der NS-Zeit spielten «koloniale Themen» eine kontinuierliche Rolle in Wissenschaft und Öffentlichkeit, obwohl Köln nicht auf den ersten Blick als Kolonialmetropole erscheint und es in der Stadt nie ein «Kolonialinstitut» gab. Wissensproduktion und koloniale Herrschaftslegitimation waren dennoch eng miteinander verknüpft. Die Studie spürt dieser vielschichtigen Verbindung nach und liefert durch ihren lokalhistorischen und postkolonialen Ansatz nicht nur neue Erkenntnisse für die Universitäts- und Stadtgeschichte, sondern auch für eine kritische Wissenschafts- und Kolonialgeschichte.

Anne-Kathrin Horstmann studierte an der Universität zu Köln Afrikanistik, Ethnologie und Pädagogik. Sie war Stipendiatin der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne, wo sie mit der vorliegenden Studie promovierte. Sie ist Mitherausgeberin des Sammelbandes Köln und der deutsche Kolonialismus. Eine Spurensuche sowie aktives Mitglied des lokalhistorischen Projekts Köln Postkolonial. Ihre Forschungsinteressen und -schwerpunkte liegen im Bereich der (deutschen) Kolonialgeschichte, der (kritischen) Wissenschaftsgeschichte und der Postcolonial Studies.

Inhalt: Kolonialismus - Wissenschaft - Macht - Diskurse - Postkoloniale Theorien - Expertentum - Expeditionen - Forschungsreisen - Wirtschaftswissenschaften - Geographie - Völkerkunde - Mission - Tropenhygiene - Tropenmedizin - Botanik - Werbung für den Kolonialgedanken in der Öffentlichkeit - Popularisierung - Inszenierung.