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Kein Griff hält. Kein Weg zurück. Und oben wartet jemand, der dich vergessen hat. Vierzehn Märchen der Brüder Grimm, in denen die Liebe einen Preis hat, den niemand vorher kennt. Ein Gatte, der bei Tag ein Löwe ist und bei Nacht ein Mann - gefährlich, fremd und ihr vollständig zugewandt, bis ein einziger Lichtstrahl ihn davonträgt. Zwölf Prinzessinnen, die jede Nacht durch eine Falltür in einen unterirdischen Wald aus Silber, Gold und Diamant steigen und tanzen, bis die Schuhe zerfallen. Eine Königstochter, die mit dem Verwünschten nur durch die Wand eines eisernen Ofens sprechen kann. Ein Trommler, der einen Berg aus Glas besteigt, weil ein Hemd am Ufer lag. Flüche, die an Bedingungen hängen. Verbote, die gebrochen werden müssen, damit die Geschichte weitergeht. Und immer wieder eine Frau, die jahrelang gegen einen Vergessenszauber anläuft, um den Mann zurückzuholen, der sie nicht mehr erkennt. Der Glasberg steht am Ende all dieser Geschichten. Hinauf kommt nur, wer bezahlt.
Jacob und Wilhelm Grimm sammelten ab 1812 mündlich überlieferte Erzählungen und veröffentlichten sie als Kinder- und Hausmärchen. Viele dieser Geschichten kennen wir als Kindermärchen - dabei erzählen sie im Kern etwas anderes: Liebe, die einen Preis hat, den niemand vorher kennt. Verwandelte Bräutigame, gebrochene Verbote, Frauen, die jahrelang gegen einen Fluch anlaufen, um zurückzubekommen, was ihnen genommen wurde. Diese Sammlung folgt ihnen zurück zum Originaltext - dorthin, wo der Glasberg noch steht.