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Unter einem respektablen Familienporträt entdeckt Elspeth Cattermole etwas, das dort niemals hätte sichtbar werden sollen: die Spuren eines zweiten Gemäldes. Als sie Schicht um Schicht der späteren Übermalung untersucht, treten zwei Frauen zum Vorschein und eine von ihnen trägt ein Schmuckstück, das Marian Quenell aus der Geschichte ihrer eigenen Familie kennt. Was zunächst wie eine ungewöhnliche restauratorische Entdeckung erscheint, führt Marian und Elspeth zu alten Nachlassakten, verschwiegenen Erbschaften und einer Frau, deren Identität mit bemerkenswerter Gründlichkeit aus der Familiengeschichte getilgt wurde. Dann bietet ein Fremder eine außergewöhnliche Summe für das Gemälde. Bald folgen Drohungen, verschwundene Unterlagen und der Verdacht, dass jemand nicht nur die Vergangenheit kaufen, sondern sie erneut zum Schweigen bringen will. Doch während Nummer Siebzehn seine nächste Geschichte preisgibt, gerät auch das fragile Gleichgewicht zwischen seinen beiden Besitzerinnen ins Wanken. Marian glaubt, Sicherheit lasse sich schaffen. Elspeth fürchtet, dass Sicherheit nur ein höflicheres Wort für Abhängigkeit sein kann. Sie sind längst Liebende doch noch immer haben sie kaum eine gemeinsame Sprache dafür gefunden, was sie voneinander verlangen dürfen. Das Porträt hinter dem Kamin ist der zweite Band der Reihe The Women of Number Seventeen eine atmosphärische viktorianische Gothic-Romanze über verborgene Frauenleben, manipulierte Familiengeschichten, Besitz, Vertrauen und eine Liebe, die sich nicht länger so einfach ausradieren lässt.