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Der wahre Kern der heutigen globalen Probleme kann nur von einem anderen Paradigma aus erkannt und verstanden werden, der "Kritischen Patriarchatstheorie" Claudia von Werlhofs, sie liefert den Schlüssel dafür. Band 2 von "Väter des Nichts" zeigt auf, wie sich über die Jahrhunderte aus der alchemistischen Praxis der Heiligen Inquisition und einer kapitalorientierten Ökonomie ein "Alchemistisches Kriegssystem" herausgebildet hat, das nun Mutter Erde selbst bedroht. Und doch wird dieses gegen alles Lebendige gerichtete System als alternativlos vorausgesetzt. So gab es zu keiner Zeit eine Grundsatzdebatte darüber, ob wir wirklich so leben wollen - weder politisch noch medial, noch wissenschaftlich, noch ökonomisch, ja noch nicht einmal psychologisch oder philosophisch. Dem zugrunde liegt die Ideologie einer "notwendigen" Entfremdung und Erlösung vom "niedrigen" Irdischen durch Hass, Gewalt, Verleugnung, Verkehrung, Nihilismus und Fetischismus.
Mit Beginn der Industrialisierung haben sich Gesellschaft und Technik - welche per se nicht im Einklang mit der Natur steht - auf eine Art und Weise verzahnt, dass man von der modernen Zivilisation als sich entwickelnder Megamaschine sprechen muss: Alles soll nach Maschinenkriterien funktionieren, um in der "einen Maschine" aufgehen zu können, die stets totalitär ist. Sie kennt am Ende nur Nullen und Einsen, Einzigartiges und Qualitatives werden dabei systematisch entfernt.
Die vierte industrielle Revolution öffnet das wohl letzte Kapitel eines exponentiellen Fort-Schritts: Bio- und Nanotechnologie, künstliche Intelligenz, die Neuerfindung des "Geistes" und die Entmaterialisierung des Lebendigen durch Digitalisierung, die "Energiefrage" sowie militärisches und ziviles Geoengineering und Mind Control sind nach der Atomspaltung Ausdruck einer ultimativen Alchemie der nun restlosen Zerlegung der Welt. In all diesen Technologien zeigt sich die enorme Dynamik einer neuen "Großen Transformation", welche die Utopie des Patriarchats, die väterliche Neuschöpfung, profitabel und mit vielen neuen transformierten "Lebensformen", aber am Ende so gut wie ohne Menschen realisieren will. Doch liegt allen modernen Teilproblemen ein ursprüngliches, ein tieferes strukturelles Problem zugrunde, welches seit Jahrtausenden kollektiv verdrängt wurde. Indem es hier mitsamt allen Dimensionen, Motiven und Protagonisten benannt wird, eröffnet sich aber auch die Chance, die herrschende Apokalypseblindheit zu überwinden, um den "Omniwar", den Krieg gegen das Leben an allen Fronten, als solchen zu entlarven und ihn ein für alle Mal zu beenden.
Prof. Dr. rer. pol. Claudia von Werlhof, geboren 1943 bei Berlin, ist Dipl.-Volkswirtin. 1974 promovierte sie im Fach Soziologie an der Universität Köln; zehn Jahre später - nach Assistenzzeit an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld - Habilitation in Politikwissenschaften an der Universität Frankfurt. Sie war Gastprofessorin an verschiedenen in- und ausländischen Hochschulen und machte sich als Lateinamerikaforscherin einen Namen. Zudem war sie Mitbegründerin der Frauenforschung sowie des "Bielefelder Ansatzes" der Subsistenzperspektive. 2007 rief sie das Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen (FIPAZ) ins Leben, drei Jahre später den Verein Planetare Bewegung für Mutter Erde (PBME). Claudia von Werlhofs Forschungsarbeit und ihr Ansatz der "Kritischen Patriarchatstheorie" können als prädisziplinär bezeichnet werden. Von ihrem Lehrstuhl am Institut für Politikwissenschaft der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, dem ersten für Frauenforschung in Österreich, emeritierte sie 2011. Als Universalgelehrte ist Claudia von Werlhof Autorin von 25 Büchern. Das nun vorgelegte "Väter des Nichts" markiert ihr Hauptwerk. Sie lebt bei Innsbruck und ist Mutter und Großmutter sowie ausgebildete Dorn-Breuss-Therapeutin.