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Warum der Kapitalismus die KI zur Gefahr für unsere Demokratie macht
Bewirkt Künstliche Intelligenz die Erosion unserer Demokratien? Dorothea Winter blickt weit über das Schreckgespenst Orwell'scher Überwachungsfantasien hinaus. Nicht der überwachende Staat gefährdet unsere Freiheit, sondern ein aufziehender KI-Neokolonialismus: Wenige Tech-Konzerne eignen sich unsere Daten an, Algorithmen treffen Vorhersagen über unser Verhalten, und politische Entscheidungen verschwinden in undurchschaubaren Systemen. So entkernt ökonomisches Kalkül unsere politischen Ordnungen, bis Hannah Arendts 'Herrschaft des Niemand' droht. Ein dringendes Plädoyer für 'epistemische Mündigkeit' in Zeiten digitaler Umbrüche.
Dorothea Winter, geb. 1995, vertritt aktuell die Professur 'Ethik der Künstlichen Intelligenz' an der Universität Osnabrück. Nach ihrem Studium der Philosophie und Kunstgeschichte in Freiburg und München hat sie 2026 ihre Promotion in Berlin zu 'Intentionalität und Künstliche Intelligenz' abgeschlossen. Sie war u.a. im Bereich Angewandte Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin, dem Ethics Board des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und bei der Interdisziplinären Arbeitsgruppe 'Normative Konstituenzien der Demokratie' an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften tätig. Ihre Lehr-, Publikations- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Ethik, Epistemologie und politischen Theorie - stets mit Bezug zu KI und der digitalen Transformation.