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Als Eduard Stucken am 9. März 1936 in Berlin starb, hinterließ er ein literarisches Werk, das in seiner Epoche immense Erfolge feierte, heute jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Geboren 1865 in Moskau als Sohn einer Bremer Kaufmannsfamilie, war Stucken zeitlebens ein Grenzgänger zwischen den Welten. Seine umfassenden Studien der Archäologie, Völkerkunde und altorientalischen Sprachen prägten ein Schreiben, das das Exotische, Mythologische und Historische suchte.
Bekannt wurde Stucken vor allem durch seine neuromantischen Gralsdramen und den monumentalen Bestseller "Die weißen Götter" (1918-1922), ein Epos über den Untergang des Aztekenreiches. Das hier vorliegende Werk "Die segelnden Götter" erschien 1937 posthum im Zsolnay Verlag. Es bildet das erzählerische und motivische Gegenstück zu seinem großen Mexiko-Roman.