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In diesem Band beschreibt Zola das Leben der Hélene Grandjean aus der Linie der Famile Mouret, einer jungen Frau, die während der gemeinsamen Übersiedlung nach Paris, ihren Mann verloren hat und nun mit ihrer kränklichen zwölfjährigen Tochter in dieser ihr gänzlich unbekannten Stadt Fuss zu fassen versucht. Und wieder dringt Zola in die Tiefe der Pariser Bourgoisie ein, in ihre engen Moralvorstellungen, die Liebe und schließlich auch das Leben welken lassen. "Ein Blatt Liebe" ist ein aufrüttelnder Roman über die Stellung einer alleinerziehenden Frau im 2. Kaiserreich. Thomas Schendel - deutscher Schauspieler, Regisseur und Sprecher, bekannt aus mehreren hundert Theater-, Film- und Fernsehproduktionen, kürzlich ausgezeichnet auf dem Ignite-Filmfestival, England, mit dem Award "Best Actor" 2023 - liest, interpretiert, übersetzt Zola's Rougon-Macquart Zyklus in wertschätzender Weise und eröffnet uns einen gleichermaßen modernen und doch authentischen Blick auf die französische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts wie Emile Zola sie sah.
Émile Zola, 1840 in Paris geboren, arbeitete als freier Journalist und Autor. 1898 setzte er sich mit seinem "J' accuse" (deutsch "Ich klage an-) für den zu Unrecht verurteilten Dreyfus ein und wurde zu Gefängnis sowie einer Geldstrafe verurteilt; er konnte jedoch nach England entfliehen. Nach einer Amnestie 1899, kehrte er nach Frankreich zurück. Zola starb am 1902 in Paris.