Franziska A. Zaugg

Albanische Muslime in der Waffen-SS

Von 'Großalbanien' zur Division 'Skanderbeg'. 21 s/w Abbildungen. 23,9 cm / 16,2 cm / 3,0 cm ( B/H/T )
EAN 9783506784360
62,00 €
inkl. MwSt.
346 Seiten
Juni 2016
Brill I Schoeningh

Die Rekrutierung muslimischer Albaner für die Waffen-SS auf dem Gebiet des heutigen Kosovo ist eine historische Tatsache, die man zunächst kaum glauben kann. Bis heute wird die-ses brisante Thema emotional diskutiert, insbesondere von Serben, Kosovaren und Albanern.
Der Balkan wird in Darstellungen zum Zweiten Weltkrieg nur selten berücksichtigt. Benito Mussolini machte aus dem kleinen Balkanstaat Albanien eine italienische Kolonie. Nach Hitlers Balkanfeldzug 1941 wurde der Kosovo unter den Achsenmächte aufgeteilt: Italien erhielt Mittel- und Südkosovo, die zusammen mit Albanien zu 'Großalbanien' vereint wurden, während der Nordkosovo unter deutsche Militärherrschaft kam. Die Deutschen hegten vielerlei Absichten: Einerseits sollten wichtige Rohstoffvorkommen in deutschen Besitz gebracht werden, andererseits versuchten sie, Soldaten zu rekrutieren, um die enormen Verluste durch den Russlandfeldzug auszugleichen. Höhepunkt war der Aufbau der 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS 'Skanderbeg'.

Franziska Zaugg arbeitet als Postdoctoral Fellow am University College Dublin.