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1926 sicherte sich der Freistaat Anhalt das Dessauer Palais Reina für die Anhaltische Gemäldegalerie und Schloss Oranienbaum. Zuständig für beide war der Landeskonservator Ludwig Grote (1893-1974). 1925 hatte er geholfen, das Bauhaus nach Dessau zu ziehen, und betrieb aktiv dessen Integration in das Kulturleben der Landeshauptstadt. Grote wählte Werke Kandinskys, Feiningers und Klees für die Gemäldegalerie aus, richtete seine Dienstwohnung mit Bauhaus-Möbeln ein und beauftragte den Bauhausmeister Hinnerk Scheper mit der Farbgestaltung des Palais Reina und eines Teils von Schloss Oranienbaum. Die von der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz und der Anhaltischen Gemäldegalerie herausgegebene Publikation geht den vielfältigen Verbindungen Grotes mit dem Dessauer Bauhaus nach.
Gerrit Walczak, geb. 1970, ist Privatdozent für Kunstgeschichte an der TU Berlin, Redakteur der "Zeitschrift für Kunstgeschichte" und freiberuflicher Kunsthistoriker. Er war Forschungsstipendiat in München, Berlin und London, habilitierte sich 2008 an der Universität Hamburg und vertrat Professuren in Bochum, Köln und Greifswald. Er veröffentlichte Aufsätze, Beiträge zu Ausstellungskatalogen und mehrere Bücher.