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48 Märchen von Hans Christian Andersen, in einer neuen Zusammenstellung: Zwölf Märchen, in denen die Strafe größer ist als die Schuld: Schuhe, die nicht aufhören. Ein Schatten, der seinen Herrn hinrichten lässt. Eine Amme, der nachts am Strand jemand entgegenkommt. Zwölf Märchen, in denen die Liebe nicht belohnt wird: ein Mädchen, das seine Stimme gegen Beine tauscht. Ein Mann, der vierzig Jahre lang derselben Frau nachgeht. Eine Mutter, die dem Tod hinterherläuft. Zwölf Märchen, in denen der Winter nicht Kulisse ist, sondern die Bedingung: ein Kind ohne Schuhe am letzten Abend des Jahres, ein Tannenbaum, der zwei Tage im Kerzenlicht steht, ein Schneemann, der sich in einen Ofen verliebt. Zwölf Märchen über Leute, die sich für etwas halten: ein Kaiser mit einem Hofstaat, der bewundert, was es nicht gibt. Eine Stopfnadel, die sich für zu fein zum Nähen hält. Ungekürzt im Originalwortlaut.
Hans Christian Andersen, Sohn eines armen Schuhmachers aus Odense, wollte eigentlich Schauspieler oder Sänger werden - und wurde stattdessen zum meistübersetzten dänischen Autor der Geschichte. Hinter der kindlichen Fassade seiner Märchen stecken Einsamkeit und unerfüllte Sehnsucht, direkt aus seinem eigenen Leben als ruheloser Außenseiter zwischen den Gesellschaftsschichten. Er reiste rastlos durch Europa, verliebte sich mehrfach unglücklich und starb 1875 als gefeierter Weltstar, der bis zuletzt an sich zweifelte.