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Am 5. Dezember 1791 stirbt Wolfgang Amadeus Mozart in Wien. Keine drei Monate später, am 1. März 1792, folgt ihm Kaiser Leopold II. in den Tod. Zwei Männer, gesellschaftlich weit voneinander entfernt - und doch verbunden durch ein Netz aus Parallelen, das bis heute kaum beachtet wurde.
Harke de Roos erzählt Mozarts Leben neu. Er liest die großen Opern - Le nozze di Figaro, Don Giovanni, Così fan tutte - nicht als Fiktionen, sondern als verschlüsselte Bekenntnisse eines Komponisten, der seine persönlichen Kämpfe, seine Liebe und seine Konflikte mit der Macht in Musik verwandelte. Graf Almaviva ist nicht nur eine Bühnenfigur. Donna Anna ist nicht nur eine Rolle. Und Figaros berühmter Satz "Il resto nol dico, già ognuno lo sa" - den Rest brauche ich nicht zu sagen, denn den kennt schon jeder - ist weit mehr als ein Operntext.
Im Zentrum stehen die Frauen, die Mozart prägten: Aloysia und Constanze Weber. Aber auch die Konfrontation mit zwei Kaisern, die das Wunderkind aus Salzburg erst förderten, dann fürchteten. De Roos folgt den Spuren von Mozarts Aufstieg, seiner Isolierung, seinem Triumph und seinem rätselhaften Ende - und stellt dabei Fragen, die die Musikwissenschaft bisher nicht gestellt hat.
Ein Buch für alle, die Mozart nicht nur hören, sondern verstehen wollen.
Geboren 1942, studierte er in Amsterdam Soloklavier und Dirigieren. Weiterbildung bei Franco Ferrara, Herbert von Karajan und Hans Swarowsky. Langjähriger Solorepetitor in Amsterdam, Köln und in Berlin (Deutsche Oper). In den 1990er Jahren GMD in Eisenach. Forschung nach den historischen Temporelationen. 2010 erste Aufnahme einer Beethovensymphonie (Wiener Symphoniker, Gramola/Vienna). Bücher: "Beetgenomen door Beethoven", ("Mozart und seine Kaiser" und "Das Wunder Mozart").