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Helga Schubert neu entdecken - mit Erzählungen von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart. Vom Einverstandensein mit dem Leben - so, wie es ist Eine Frau flaniert in den frühen Achtzigerjahren nach Feierabend durch Ostberlin, weil sie einmal nicht als Erste zu Hause sein möchte. In Moskau soll eine Schriftstellerin die Primaballerina Ulanowa portraitieren, wartet tagelang auf ein Treffen und erlebt dann Unverhofftes. Ein Kind atmet zum ersten Mal ein, eine Großmutter zum letzten Mal aus. Und eine Frau in den mittleren Jahren versucht, mit einer Krebsdiagnose umzugehen. Von Sehnsucht und Fernweh, von Diktatur und innerer Freiheit, vom Menschsein und Menschbleiben erzählen diese Geschichten. So treffsicher, so lakonisch kann nur Helga Schubert dem Leben auf den Grund gehen.
Helga Schubert, geboren 1940 in Berlin, arbeitete als Psychotherapeutin und freie Schriftstellerin in der DDR. Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen zog sie sich aus der literarischen Öffentlichkeit zurück, bis sie 2020 mit der Geschichte Vom Aufstehen den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann. Der gleichnamige Erzählband erschien 2021 bei dtv und war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Ruth Reinecke prägte über vier Jahrzehnte in unzähligen Rollen bei vielen namhaften Regisseuren das Gesicht des Berliner Maxim Gorki Theaters. Sie arbeitet regelmäßig für Film und Fernsehen und liest Hörbücher ein. Für ihre Gestaltung der Marlene Kupfer in Weissensee erhielt sie 2016 den Grimme-Preis.