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Helmut Altner wurde zwei Tage nach seinem siebzehnten Geburtstag zum Wehrdienst eingezogen, um in den letzten Wochen des Unterganges des »Dritten Reiches« an der Oderfront und in Berlin zu kämpfen. Seine hauptsächlich aus Angehörigen des Jahrgangs 1928 bestehende Einheit wurde knapp hinter der Front ausgebildet und erlitt bei den Kämpfen während der sowjetischen Hauptoffensive an der Oder und beim Rückzug nach Berlin schwere Verluste. Sie wurde bei den anschließenden Häuser- und Straßenkämpfen in Spandau, im Westteil der Hauptstadt um den Hochbunker am Zoo, bei den Kämpfen in den U-Bahn-Tunneln und um die Kaserne Ruhleben und beim Reichssportfeld bis auf zwei Siebzehnjährige vollständig aufgerieben. Am frühen Morgen des Tages, an dem Berlin kapitulierte, nahm Altner am Ausbruch der letzten deutschen Truppen Richtung Westen teil, der zu einem regelrechten Blutbad unter Soldaten und Zivilisten führte. Am Abend des 3. Mai 1945 wurde er in Brandenburg verwundet und geriet in sowjetische Gefangenschaft. Die auf kurzen Tagebuchstichworten beruhenden Aufzeichnungen wurden Ende 1946 nach der Rückkehr aus sowjetischer Gefangenschaft begonnen und im Frühjahr 1947 abgeschlossen, ein Versuch des jungen Kriegsüberlebenden, die ihn ständig quälenden Kriegsbilder zu bannen. Die Berichte wurden nach Überprüfung durch die US-Militärregierung und der notwendigen »Papierzuteilung« im Frühjahr 1948 von einem Verlag in Offenbach als Buch unter dem Titel »Totentanz Berlin« veröffentlicht. Inhalt I Einberufung II An die Front III Rekrut im Frontbereich IV Ausbildung in den Gräben V Der sowjetische Großangriff VI Rückzug VII Kämpfe in Spandau VIII Spandau verloren IX Stresow und Ruhleben X In den U-Bahn-Tunneln XI Die letzten Tage XII Ausbruch nach dem Westen XIII Das Ende
Helmut Altner, Jahrgang 1928, schrieb seine Erinnerungen an die letzten Kriegswochen nach seiner Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nieder. Sein Bericht zählt zu den seltenen Zeugnissen eines Jugendlichen aus der Schlacht um Berlin.