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ris ter Schiphorst - Eigensinn zwischen Punk, Klavier und Neuer Musik. Dieses Buch versammelt erstmals die Texte, Essays, Libretti und unveröffentlichten Notizen einer Komponistin, die sich jeder Zuschreibung entzieht. Vom klassischen Klavierstudium über E-Bass in New-Wave-Bands bis zur zeitgenössischen Komposition verlief ihr Weg radikal eigenwillig, geprägt von Brüchen, Umwegen und einem unnachgiebigen künstlerischen Willen.
Eigensinn und Gegenüber ist kein geordnetes Werkverzeichnis, sondern ein assoziativ montiertes Portrait. Feministische Essays stehen neben poetischen Werkkommentaren, Briefwechsel neben Kompositionsskizzen, Typoskripte neben Illustrationen von Laura Talamini. Die Materialität des Archivs bleibt sichtbar - Handschriften, Partiturfragmente, Fotografien aus Proben und Aufführungen öffnen den Blick auf die Prozesse hinter der Musik.
Hier schreibt eine Künstlerin, die Sprache, Klang, Körper und politisches Denken nie voneinander trennt. Ihre Do-it-yourself-Biografie wird zum Gegenentwurf normativer Karrierewege - eigensinnig, widerständig, poetisch.
Ein Buch für alle, die sich für zeitgenössische Musik, feministische Kunstpraxis und radikale kreative Lebenswege begeistern.
Iris ter Schiphorst (1956 in Hamburg) ist eine deutsch-niederländische Komponistin, Musikerin und Autorin. Nach einem Klavierstudium in Bremen war sie zunächst als Bassistin, Schlagzeugerin und Keyboarderin in Rock- und Popformationen tätig, bevor sie Komposition, Philosophie, Theater- und Kulturwissenschaft studierte. Ihre Werke - von Orchester- und Ensemblekompositionen bis hin zu Musiktheater und multimedialen Projekten - werden international aufgeführt und verbinden Neue Musik mit gesellschaftspolitischen, philosophischen und feministischen Fragestellungen. Von 2015 bis 2022 war sie Professorin für Medienkomposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Für ihr Schaffen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Heidelberger Künstlerinnenpreis und den Deutschen Musikautorinnenpreis.