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"Ich bin Deutscher und ich bin Jude, eines so sehr und so völlig wie das andere, keines ist vom anderen zu lösen." - 1921, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, zieht Jakob Wassermann die Bilanz eines Lebens zwischen zwei Identitäten: die fränkische Kindheit, der Weg zum gefeierten Romancier - und die Erfahrung, als Jude in Deutschland niemals ganz anzukommen, gleich, was er leistet. Das schmale Buch ist eines der hellsichtigsten Selbstzeugnisse des deutschen Judentums vor der Katastrophe: bekenntnishaft, bitter, von beklemmender Prophetie - und zugleich ein großes Stück Prosa. Hans Jochim Schmidt liest die vollständige Autobiographie, ungekürzt.
Jakob Wassermann (1873-1934) zählte zu den meistgelesenen deutschen Erzählern seiner Zeit ("Caspar Hauser", "Der Fall Maurizius"). Seine Autobiographie von 1921 wurde zum Schlüsseltext der deutsch-jüdischen Erfahrung.