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Die Diskrepanz zwischen Qualität und Anspruch eines musikalischen Werkes einerseits und Akzeptanz im Musikbetrieb andererseits - gleichermaßen bei Fachmusikern und Publikum - ist wohl nirgends so groß wie bei Sigfrid Karg-Elerts Harmoniumwerk. Bisher bekämpft, geächtet, ignoriert und vergessen, wird es nun Zeit für eine Wiedergutmachung: Zum 150. Geburtstag Sigfrid Karg-Elerts im Jahr 2027 wird seine Geschichte mit dem Kunstharmonium zwischen 1905 und 1920 in einer Werkschau dargestellt und seine Harmoniumkompositionen über Online-Veröffentlichungen zum Klingen gebracht. Eine Persönlichkeitsstudie mit Autismusdiagnose erklärt, wie es dazu kam, dass der Komponist und seine Musik bis heute unverstanden geblieben sind. Autismus kann man hören!
Jan Hennig studierte Schulmusik, Klavier, Cello und Orchesterleitung in Freiburg. Er arbeitete als Kapellmeister und unterrichtete an Musikhochschulen. Seit über 30 Jahren beschäftigt er sich mit dem Kunstharmonium und seiner Musik, insbesondere mit dem Harmoniumwerk Sigfrid Karg-Elerts. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen, Preis der deutschen Schallplattenkritik. www.kunstharmonium.de