Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Ihr gewünschter Artikel ist in 0 Buchhandlungen vorrätig - wählen Sie hier eine Buchhandlung in Ihrer Nähe aus:
YouTube ist zu einem wichtigen Ort der Erinnerungen an die NS-Zeit und den Zweiten Weltkrieg geworden. Die öffentlich geteilten Erfahrungsberichte nichtverfolgter deutscher Zeitzeug:innen sind jedoch bislang kaum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Josefine Honke analysiert diese Videos als glokale Erinnerungsmedien, die zwischen globaler Vernetzung und lokaler Verortung changieren. Anhand der Praktiken des Doing Glocal, Filming, Narrating und Commenting Memory zeigt sie, welche Erinnerungsdarstellungen und -narrative online kursieren. Dadurch betont sie die Bedeutung digitaler Formen des Erinnerns und legt zugleich Dynamiken gegenwärtiger Erinnerungskulturen offen. Der interdisziplinäre Ansatz verknüpft kultur- und medienwissenschaftliche Zugänge mit Perspektiven der Digital Humanities und liefert so neue Impulse für die Memory Studies.
Josefine Honke, geb. 1991, arbeitet als Task Lead Open Science der europäischen Hochschulallianz European University for Well-Being. Sie studierte Europäische Medienkultur an der Bauhaus-Universität Weimar und der Université Lumière Lyon II sowie Kulturwissenschaften an der Universität Konstanz und absolvierte ein Auslandssemester an der University of California, Berkeley. Sie war Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und als Forschungsreferentin an der Universität Konstanz tätig. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Digital Memory Studies.