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Ein tiefgründiger psychologischer Spannungroman über Machtstrukturen, verdrängte Trauma-Erinnerungen und die trügerische Sicherheit der eigenen Wahrnehmung.
Seit Jahren begutachtet die renommierte forensische Psychologin Dr. Emilia von Hardenberg kriminelle Täter mit kühler, analytischer Präzision. Doch die Akte des Erziehers Alexander Brenner zieht sie in einen Strudel aus verstörenden Parallelen: Brenner verübte gewaltsame Fixierungsmaßnahmen an einer Mitschülerin in seinem privaten Erziehungscamp. Die Ursprünge seiner Skrupellosigkeit führen zurück in die 1990er-Jahre - zum elitären Internat Schloss Falkenrode.
Je tiefer Emilia in die dunklen Machenschaften des geschlossenen Heim-Systems und die Methoden der leitenden Schwester Agneta eintaucht, desto brüchiger wird ihre eigene Fassade. Gedächtnislücken, unerklärliche Handlungen und eine fremde, innere Stimme namens Nele drängen an die Oberfläche. Kann eine Gutachterin Objektivität bewahren, wenn das Verbrechen der Schlüssel zu ihrer eigenen, ausgelöschten Kindheit ist?
Mit psychologischer Dichte, feinsinniger Sprache und atmosphärischer Spannung erzählt Judith Bahlmann eine mitreißende Geschichte über institutionelle Gewalt, dissoziative Identität und das Überleben in den Schatten der Vergangenheit. Ein packender Literaturthriller für Fans von vielschichtigen Psychodramen und düsteren Familiengeheimnissen.
Judith Bahlmann wurde in Niedersachsen geboren, wo sie bis heute lebt und schreibt. Bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie mehrere Jahre im klinischen Bereich - eine Erfahrung, der man in der Genauigkeit, mit der sie ihren Figuren beim Zerbrechen zusieht, vielleicht anmerkt, dass sie mehr als nur beobachtet hat.