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Judith Butler gehört zu den einflussreichsten Denker*innen der Gegenwart. Bereits das 1990 erschienene Buch Gender Trouble. Feminism and the Subversion of Identity (dt. Das Unbehagen der Geschlechter, 1991) hat feministische Theorie, Queer Studies und die Geschlechterforschung insgesamt beeinflusst wie kaum ein anderer Text seiner Zeit. Inzwischen hat Butler zu diversen weiteren Themenfeldern maßgebliche und breit diskutierte Werke vorgelegt, die wichtige Impulse für wissenschaftliche wie auch öffentliche Debatten liefern. Thematisch umfassen diese Arbeiten Fragen der Macht- und Subjekttheorie, der Performativität, der Religion, des Krieges, des Politischen, der Ethik und der Gewaltlosigkeit. Das Handbuch zeichnet erstmals systematisch die Denkbewegungen Judith Butlers nach und umfasst nach einem einführenden Beitrag, der die Verknüpfung von biografischer Erfahrung, theoretischer Innovation und politischer Intervention in Butlers Werk umreißt, vier Teile: Am Anfang steht die Vorstellung und kritische Einordnung aller wichtigen Werke, kollaborativ verfasste Texte und Sammelbände eingeschlossen. Dem folgt eine Rubrik, die Einträge über Begriffe und Konzepte enthält, die in Butlers Arbeiten von besonderer Relevanz sind. Der dritte Teil informiert über Butlers zentrale Referenzautor*innen. Im letzten Teil schließlich wird Butlers breite und disziplinübergreifende Rezeption vorgestellt.
Sabine Hark, Professur Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung und Leitung des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Berlin. Hanna Meißner, Professur für Interdisziplinäre Frauen*- und Geschlechterforschung am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Berlin. Ina Kerner, Professur für Dynamiken der Globalisierung und Leitung des Arbeitsbereichs Politische Wissenschaft des Instituts für Kulturwissenschaft an der Universität Koblenz.