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Tanzveranstaltungen, Kinofilme, Spielhallen, sexuelle Dienstleistungen: Was diese scheinbar disparaten Angebote verbindet, ist ihre Besteuerung als Vergnügungen "besonderer Art" - eine der wenigen Einnahmequellen, die Kommunen weitgehend autonom gestalten können. Doch diese Autonomie birgt ein Dilemma: Die Steuer soll Einnahmen erzielen, gleichzeitig aber auch Verhalten regulieren. Wie diese Spannung historisch umgesetzt wurde und welche Bewertungen heute wirksam sind, ordnet dieses Buch systematisch ein. Für die großen Ruhrgebietsstädte folgen empirische Analysen zum Umfang und zur Struktur der Angebote - mit teils erstaunlichen Unterschieden. Daraus leiten sich konkrete Empfehlungen ab - für Verzicht ebenso wie für Mehreinnahmen. Allein Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen könnten jährlich zusätzliche Einnahmen in Höhe von 6,7 Mio. Euro erzielen.
Jürgen Schwark, Prof. Dr. phil. habil. Dipl. Soz.Wiss., lehrt hauptberuflich Sport-, Freizeit- und Kulturmanagement an der Westfälischen Hochschule, Campus Bocholt.