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Er hat tausend Jahre allein gewacht. Sie wurde niemals gefunden. Bis diese eine Sturmnacht alles veränderte. Ansgar Grimmwald verlässt den Runenhain nicht. Er kann nicht. Sein Blut ist das einzige, das das uralte Siegel unter den moosbedeckten Steinen des Grimmwalds am Leben erhält, das einzige, das den Namenlosen, eine formlose Dunkelheit aus der Zeit, bevor das Rudel einen Namen hatte, eingeschlossen hält. Dreißig Jahre Einsamkeit. Dreißig Jahre Pflicht. Sein Wolf hat noch nie etwas anderes gewollt. Bis er sie zwischen den Grenzsteinen findet. Adelind Falk ist die letzte lebende Trägerin einer Blutlinie, die alle für ausgelöscht hielten. Als wandernde Laternenmacherin hat sie gelernt, nirgendwo zu bleiben, niemanden zu nah heranzulassen, keine Versprechen zu geben, die ein schnelles Verschwinden unmöglich machen. Das Warnjournal ihrer sterbenden Mentorin ist eindeutig: Meid den Wächter des Runenhains, was immer geschieht. Aber ihre Bannlaterne entzündet sich von selbst, als er in der Nähe steht. Das ist kein Fehler. Das ist ein Zeichen. Die alten Aufzeichnungen sagen, eine Bindung zwischen Wächter und Bannträgerin würde das Siegel zerstören und die Dunkelheit darunter erwecken. Was Ansgar und Adelind gemeinsam entdecken, ist grausamer und schöner zugleich: Die Aufzeichnungen wurden gefälscht. Seit Generationen. Von genau den Leuten, die jetzt mit Gewalt die Wahrheit begraben wollen. Und der Vollmond rückt näher. Mit der feindlichen Eisenhauer-Sippe am Waldrand, einem erwachenden Schatten unter dem Boden und einem Geheimnis, das zwei Jahrhunderte überdauert hat, müssen Ansgar und Adelind entscheiden: Vertrauen sie dem, was ihnen beigebracht wurde, oder dem Licht, das zwischen ihnen brennt, ohne dass einer von ihnen es erlaubt hat? Für Leserinnen, die sich slowburn-Spannung wünschen, die sich bezahlt macht, einen Alpha, der sich seine Erlösung verdient, und eine Heldin, die sich selbst befreit. Garantiertes Happy End. Kein Cliffhanger. Vollständig eigenständig lesbar.