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Schwarze Messen, Satanismus, Teufelskult - das Satanische hat im Rock 'n' Roll seit jeher einen festen Platz. Jedenfalls warnen konservative Kräfte bereits seit den 1950er Jahren vor dem teuflischen Einfluss der Rockmusik auf Jugend, Kultur und Gesellschaft. Seit den 1970er Jahren kultivierte der Heavy Metal ganz bewusst sein Image als "Teufelsmusik" und zieht bis heute vielfältige kreative Impulse aus dem Satanischen. Der Teufel selbst begegnet in Musik, Texten und Artworks als schillerndes, vielschichtig besetztes Symbol. Ob als schauerliche Horrorfigur, als provokanter Trickster oder als Idol in parareligiösen okkulten Systemen - er prägt die Ästhetik und Ideologie des Metal wie kaum eine andere Gestalt. Stets bleibt er dabei zugeich Spiegelbild sich verändernder soziokultureller Werte und Normen. «Der Teufel im Heavy Metal ist auch ein Gradmesser kultureller Konfliktlinien, geradezu ein Indikator für demokratiefreundliche und -feindliche Entwicklungen.»
Prof. Dr. Manuel Trummer ist Vergleichender Kulturwissenschaftler an der Universität Regensburg. Nachdem Manowars Kings of Metal 1988 sein Leben verändert hatte, wurde er 2009 mit dem Thema "Sympathy for the Devil* promoviert. Neben seiner laufenden Forschung zum immateriellen Kulturerbe und ländlichen Transformationsprozessen ist er u.a. Mitherausgeber der Reihe "Kulturen populärer Unterhaltung und Vergnügung", Redakteur des Metal-Magazins Deaf Forever und Gitarrist der Epic Metal-Band Atlantean Kodex.