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Warum fürchten wir Freddy Krueger - obwohl wir wissen, dass er nur im Traum auf uns wartet?
Seit Wes Cravens "A Nightmare on Elm Street" 1984 die Leinwand erreichte, gehört Freddy Krueger zu den bekanntesten Figuren des Horrorkinos. Verbrannte Haut, gestreifter Pullover, Fedora und Klingenhandschuh wurden zu kulturellen Erkennungszeichen. Doch hinter der Horrorikone verbirgt sich eine Figur, deren Wirkung weit über ihre äußere Erscheinung hinausreicht.
"Freddy Krueger - Die Psychologie des Albtraums" untersucht die Welt der Elm Street aus psychologischer, philosophischer und filmtheoretischer Perspektive.
Warum kehrt eine verdrängte Vergangenheit immer wieder zurück?
Welche Schuld tragen die Eltern von Springwood?
Warum wird ausgerechnet der Schlaf - ein Zustand der Erholung und Regeneration - zum gefährlichsten Ort der Filmreihe?
Welche Rolle spielen Körper, Sexualität, Angst, Humor und jugendliche Rebellion?
Und wie konnte sich Freddy vom düsteren Kindermörder zur weltweit bekannten Popfigur entwickeln?
Das Buch folgt diesen Fragen durch die verschiedenen Ebenen des Franchise. Dabei stehen die Filme selbst im Mittelpunkt. Szenen, Motive, Figuren und filmische Mittel werden mit Denkansätzen von Sigmund Freud, Carl Gustav Jung, Alfred Adler, Erich Fromm, Jacques Lacan, Julia Kristeva, Jean Baudrillard, Noël Carroll, Linda Williams und weiteren Theoretikern verbunden.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
- die Schuld der Eltern und das verdrängte Verbrechen von Springwood
- Freddy Krueger als Schatten, Symptom und wiederkehrende Erinnerung
- Traum, Schlaf und die Grenze zwischen Bewusstsein und Tod
- der Körper als Träger von Angst, Verletzung und Erinnerung
- Jugend, Sexualität, Autorität und Rebellion
- die Filmsprache von "A Nightmare on Elm Street"
- Freddy als Regisseur und Darsteller seiner eigenen Albträume
- Humor, Ironie und die Entwicklung vom Monster zum Entertainer
- Archetypen, kollektives Unbewusstes und kulturelle Erinnerung
- Medien, Kommerzialisierung und Freddy als Popikone
Dabei geht es nicht darum, Freddy Krueger nachträglich auf die Couch zu legen. Psychologische und philosophische Theorien dienen als Werkzeuge, um genauer hinzusehen: auf die Filme, ihre Bilder, ihre Figuren und auf die Gründe, weshalb manche Albträume Jahrzehnte überdauern.
Eine Analyse über Angst, Erinnerung, Schuld und die Frage, warum Freddy Krueger auch nach mehr als vier Jahrzehnten noch immer nicht aus unseren Träumen verschwunden ist.
Markus Brüchler ist Autor, Herausgeber und Filmanalyst mit besonderem Blick für Genrekino, Popkultur und die psychologischen Risse hinter bekannten Filmmythen. Für den Colla & Gen Verlag entwickelt er kompakte Movies-To-Go-Analysen, großformatige Scene-42-Archivbände und essayistische Sachbücher, die Kino als kulturelles Gedächtnis behandeln. Zu seinen neueren Arbeiten und Projekten zählen unter anderem "Hellraiser - Die Philosophie des Schmerzes", "Poltergeist - Die Philosophie des Jenseits", "Alien (1979) - Klaustrophobie, Körper, Kontrolle", "Freddy Krueger - Die Psychologie der Albträume" und "Starship Troopers - Die perfekte Simulation des Gehorsams".
Parallel prägt er die großen Scene-42-Bücher, in denen Filmklassiker, Stars, Franchises und Genremythen im Archivformat neu eingeordnet werden. Neben seinen Filmbüchern unternimmt Markus Brüchler satirische Streifzüge durch Nerdkultur, Bürokratie, digitale Überforderung und gesellschaftliche Denkabkürzungen. Reihen wie "Die Nerd-Chroniken" und "Die bewusste Verblödung" zeigen seine zweite Seite: bissig, beobachtend, manchmal zornig, aber immer mit genauer Lust am absurden Detail.