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Wie wir über reale Technologien denken, ist kaum von den Bildern und Vorstellungen zu trennen, die wir aus der Welt der Fiktion kennen - von Robotern und künstlicher Intelligenz bis hin zu virtuellen Welten und allgegenwärtiger Überwachung. Fiktionale Erzählungen entwerfen Möglichkeitsräume: Sie prägen, was wir von Technologien erwarten, wie wir mit ihnen umgehen und wie sie medial dargestellt werden. Anhand von über 230 Beispielen analysiert Martin Hennig, welche Vorstellungen von digitalen Technologien heute wirksam sind. Er nimmt fiktionale wie faktuale Inszenierungen in den Blick und zeigt die vielfältigen imaginativen Orientierungen, die sich rund um digitale Gesellschaft, KI, virtuelle Realität und Überwachung herausgebildet haben.
Martin Hennig (Dr. phil.) ist Medienkulturwissenschaftler und Teamleiter im Bereich Medienethik, Technikphilosophie & KI am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Zu seinen Forschungsschwerpunkte zählen digitale Kulturen, Medien- und KI-Ethik, Narratologie, Semiotik, Mentalitätsgeschichte, sowie Technologiediskurse und -imaginationen.