Martin Thöni

Kailash - Guge

Tempel für Indiens Götter. erweiterte Auflage. Farbabbildungen. 32,4 cm / 25,2 cm / 3,4 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 392 Seiten
EAN 9783705905948
Veröffentlicht August 2026
Verlag/Hersteller Weishaupt
68,00 inkl. MwSt.
Teilen
Beschreibung

Überwältigende Naturlandschaften in Verbindung mit einer spürbaren spirituellen Atmosphäre verleihen Westtibet seine Einzigartigkeit. Dieser Teil des tibetischen Hochlandes gilt als das eigentliche "Land der Götter", denn hier steht der Götterberg Kailash. Seit urdenklicher Zeit stellt der Berg für Gläubige aus vier alten Religionsgemeinschaften ein ersehntes Pilgerziel dar, das auch als "Zentrum der Welt" und als Achse des Kosmos verehrt wird: als Tise von den Bönpos, als Ashtapada/Mandara von den Jaina, als Kailasa von Hindus und Veda-Anhängern, und als Gang Rinpoche von Buddhisten. Hier war und ist der Wohnsitz der Götter Indiens und Tibets. Das erste Kapitel von Teil I des vorliegenden Bandes widmet sich in Bild und Text dem "Schnee­juwel" Kailash, wobei Mythologie, Geschichte, Natur (die Kora) und religiöse Bedeutung des Heiligen Berges die Hauptthemen darstellen. Der Stellenwert des Kailash als "Shivas Berg" auf dem Indischen Subkontinent, und speziell in Südindien, stellt einen besonderen Aspekt der Betrachtung dar. Dann folgt der Leser / die Leserin den Spuren des Tibetologen Giuseppe Tucci in westliche Richtung und erreicht, entlang der Ufer des Elefantenflusses Sutlej / Lanchen Khambab (einem der "Vier Wasser vom Kailash"), schließlich das in einem geologisch jungen, riesigen intramontanen See ertränkte, in der Sonne grell leuchtende Kernland des untergegangenen Königreiches Guge. Und inmitten weiter grasloser Ödnis einer fantastischen Canyon-Erosionslandschaft dieses vorzeitlichen Zanda-Sees öffnet sich dem staunenden Besucher eine wahre Schatzkammer jener einzigartigen, tantrischen indo-tibetischen Kunst, wie sie in einigen, vor dem vollständigen Verfall geretteten Tempeln und Ruinen rudimentär noch erhalten ist: Die 500 Jahre alten, brillant wunderbar leuchtenden Mauerfresken von Tholing und Tsaparang, den Zentren des ehemaligen Königreiches Guge. Der kürzere, zweite Teil des Buches befasst sich mit Ergebnissen aus geologischer und archäologischer Forschung: der Aufstieg Tibets zum "Dach der Welt", die Rolle dieses größten Hochlandes des Planeten während der pleistozänen Eiszeit, sowie Fragen der frühen Besiedelung durch den Menschen werden diskutiert. Die Entwicklung des größeren indo-tibetischen Raumes in ferner Früh- und Vorzeit und die Geschichte des vor-buddhistischen, "prähistorischen" Westtibet sind weitere Aspekte, die beleuchtet werden. Dabei werden einerseits naturwissenschaftliche Aspekte, aber auch die Perspektive des göttlichen Veda berücksichtigt.

Portrait

Martin Thöni, Ao.Univ.-Prof. i.R., geboren 1947 in Langtaufers/Graun im Vinschgau (Südtirol), ist Geologe. Seine ersten geistigen Kontakte mit den Völkern und Kulturen Indiens und Tibets hatte der Autor im Jahr 1972, als er auf dem Landweg von Wien nach Indien reiste. In der Bergwelt von Himachal Pradesh begann er die Feldarbeit für seine Dissertation - und seit dieser Zeit hat ihn der Himalaja nicht mehr losgelassen. Das vorliegende Buch zeigt Bilder von insgesamt acht, teilweise mehrmonatigen Aufenthalten im höchsten Gebirge und Hochland der Erde. Martin Thöni forscht und lehrt an der Universität Wien, sein Hauptinteressensgebiet ist die Isotopenanalytik, insbesondere die radiometrische Altersbestimmung.

Hersteller
Weishaupt
Hauptplatz 27

AT - 8342 Gnas

E-Mail: verlag@weishaupt.at