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Wissen ist eine Grenze. Er hat sie überschritten.
Nach seinem zweiten Lehrjahr erwartet William Allaway kein Praktikum in den großen Städten des Reiches; stattdessen schickt man ihn dorthin, wo die Karten aufhören: nach Portovica, einen bannerlosen Freihafen am Rand der bekannten Welt. Die Inquisition besteht hier aus einem einzigen schiefen Haus und aus Caralind, einer Mentorin, die keine Regel achtet und jeden aufnimmt, den die Welt aussortiert hat: einen Mann mit Säurenarben, einen Fischer, der seine Hand an die See verlor, einen, den die Stadt für besessen hält, und einen, bei dessen Anblick William alles abverlangt wird, was er über die Nagendra zu wissen glaubte.
Dann erreicht ihn das Gerücht von einer Ruine tief im Dschungel, bewacht von einem Stamm, dessen Sprache seit Jahrhunderten niemand mehr liest; niemand außer William. Was er zwischen den überwucherten Steinplatten findet, hätte es nie geben dürfen: einen Tempel, älter als jede Geschichte, und ein Buch, das die Fundamente des Ordens ins Wanken bringt. Je tiefer William liest, desto leiser wird die Stimme seines Verstandes. Und als am Horizont der Dschungel zu brennen beginnt, reitet er nicht fort, sondern hinein.
Lux antiqui mundi ist der fünfte Band der Scriptis-Verbis-Reihe: ein düsterer Gelehrten-Krimi zwischen Dark Academia und Fantasy, ohne offene Magie, aber voller Dinge, die sich nicht erklären lassen wollen. Ein Roman über verbotenes Wissen, tote Sprachen und die Frage, wem eine Geschichte gehört, wenn die Sieger sie geschrieben haben. Mit einem neuen Schauplatz und Ensemble eigenständig lesbar; Kenner der Reihe belohnt er doppelt.
Dark Academia · Düstere Fantasy · Gelehrten-Krimi
Maximilian Warden schreibt deutschsprachige Dark Academia an der Schwelle zwischen Krimi und philosophischem Roman in einem gehobenen, bildreichen Stil, in dem jede Beobachtung in eine Maxime kippen kann. Scriptis Verbis und Paginae de Parcae sind sein fortlaufendes Werk über Wissen, Macht und die Frage, wer richten darf, wer benennen darf.