Michael Baxandall

Die Wirklichkeit der Bilder

Malerei und Erfahrung im Italien der Renaissance. 19,0 cm / 12,4 cm / 2,0 cm ( B/H/T )
EAN 9783803126931
Übersetzer Übersetzt von Hans Günther Holl
16,90 €
inkl. MwSt.
235 Seiten
März 2013
Wagenbach Klaus GmbH

Die Sichtweise Baxandalls auf die italienische Kunst des 15. Jahrhunderts stand am Anfang einer ganzen Forschungsrichtung über den Zusammenhang von Kunstwerken und der sie umgebenden sozialgeschichtlichen Realität. Anhand von Verträgen, Briefen und Rechnungen rekonstruiert der Autor im ersten Kapitel die Struktur des damaligen Gemäldehandels und die ökonomische Grundlage für die Anwendung verschiedener malerischer Techniken. Dann erläutert Baxandall, wie sich ganz unterschiedliche Erfahrungsbereiche - darunter das Predigen, das Tanzen und das Ausmessen von Fässern - im Schaffensprozess großer Kunstwerke wiederfinden. Und schließlich macht uns der Autor mit den Begriffen vertraut, nach denen Bilder seinerzeit wahrgenommen und beschrieben wurden: Anmut, Lebendigkeit, Farbgebung oder Perspektive. Begriffe, die uns die Werke bedeutender Meister wie Masaccio, Filippo Lippi, Botticelli und Fra Angelico mit den Augen ihrer Zeitgenossen sehen lassen. Baxandalls inzwischen zum Klassiker gewordenes Buch bietet eine glänzend geschrieben Einführung in die Malerei der italienischen Frührenaissance.

Michael Baxandall, geboren 1933, lehrte und arbeitete - vor allem über die Renaissance - am Warburg-Institut der Universität London. Er starb 2008 in London.