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Sinnliche Wahrnehmung und deren Deutung bilden die Grundlage unserer Welterfahrung. Wissenschaftler und Gestalter fragen daher seit der Antike, auf welche Weise ästhetische Empfindungen unser Fühlen, Denken und Handeln prägen. Michael Heinrich führt zunächst wissenschaftliche Perspektiven zur Ästhetik vergleichend zusammen und entwirft übergreifende Denkmodelle. Dabei wird erstmalig der enge Zusammenhang zwischen Ästhetik, Bewusstsein und Zeitwahrnehmung verdeutlicht, an Beispielen erklärt und konzeptionalisiert. Eine Übersicht zu den beachtlichen Auswirkungen ästhetischer Umfeldqualitäten auf Gesundheit und Wohlbefinden verweist schlussendlich auf die Verantwortung und das hohe Potenzial integrativen Designs für menschliche Lebensqualität.
Michael Heinrich (Prof. Dr.) studierte Szenografie an der Universität für Musik und darstellende Kunst am Mozarteum in Salzburg und promovierte in psychologischer Ästhetik an der LMU München bei Ernst Pöppel. Er lehrt an der Hochschule Coburg und ist Mitbegründer und Co-Direktor des Instituts Mensch & Ästhetik. Im Jahr 2021/2022 war er Gastwissenschaftler am Department of Architecture der University of Cambridge. Er fungiert als Sprecher des Kulturforums der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Er ist Mitglied der Konvention der Deutschen Bundesstiftung Baukultur und aktives Beiratsmitglied von DIE ARCHITEKT, einer führenden deutschen Architekturzeitschrift.