Michael Klein

Georg Bernhard

Die politische Haltung des Chefredakteurs der "Vossischen Zeitung" 1918 - 1930. 1. Auflage. 21,0 cm / 14,8 cm / 1,6 cm ( B/H/T )
EAN 9783631344934
91,55 €
inkl. MwSt.
290 Seiten
Januar 1999
Peter Lang

Im politischen Journalismus der Weimarer Republik war Georg Bernhard eine außergewöhnliche und prominente Erscheinung. Mit unvergleichlichem Eifer und Mut trat der deutsch-jüdische Chefredakteur der liberalen Vossischen Zeitung für die erste deutsche Republik ein. Das machte ihn, der schon 1933 fliehen mußte, zu einem herausragenden Vertreter des demokratischen Deutschlands zwischen den Kriegen. In einer kritischen Analyse untersucht die Arbeit zum ersten Mal die politische Haltung Bernhards und spürt deren Motiven nach. Sie ordnet seine Ansichten in die politischen Zusammenhänge ein und erläutert seine zukunftsweisenden Anschauungen. So erscheint Bernhard als Patriot, dessen Vaterlandsliebe sein Wirken bestimmte, als Demokrat, der sich den rechten Staatsgegnern energisch widersetzte, und als Verständigungspolitiker, der als erster im Reich die Wichtigkeit des deutsch-französischen Ausgleichs erfaßte.

Der Autor: Michael Klein, geboren 1967, studierte an den Universitäten Münster und Bonn Mittelalterliche und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik. Magister 1994, Promotion 1998.

Aus dem Inhalt: Bernhard, Ullstein und die Vossische Zeitung - Demokratischer Nationalismus - Revolution 1918/19 - Ermordung Rathenaus - 'Diktatur Stinnes' - Schutz der Demokratie - Verständigungspolitik - Kontinentalpolitik - Erfüllungspolitik - Gustav Stresemann - Europäische Integration.