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Lügen - ein allzu alltägliches Phänomen Zu allen Zeiten und in allen Gesellschaften wurde gelogen. Die Mehrheit der Menschen ist daher vermutlich schon einmal belogen und betrogen worden. Nicht selten stellt sich daraufhin die Frage, ob es Hinweise auf die Wahrheit gegeben hätte und warum die Lüge unbemerkt blieb.
Ein schlechter Ruf In seinem aktuellen Buch "Lügen. Wie sie wirken und wie wir sie durchschauen" geht Michael Saller, Professor für Wirtschaftsrecht, dem Phänomen der Lüge auf den Grund. Er legt dar, aus welchen Motiven Menschen lügen und welche Formen dabei eine Rolle spielen. Lüge: Bewusst falsche Darstellung eines wahren Sachverhalts, mit dem Ziel, ein Irrtum bei dem Gegenüber zu erzeugen. Bluff: Bezieht sich auf die eigene Stärke oder Handlung, welche angedroht wird, diese wird aber meistens nicht in die Tat umgesetzt. Das Image der Lüge ist negativ geprägt. In zwischenmenschlichen Beziehungen setzen Menschen auf Ehrlichkeit und Vertrauen. Insbesondere Lügen von engen Vertrauten wie dem Partner oder der Partnerin wiegen besonders schwer. Schon eine einzige Lüge kann einer Beziehung schaden und das gegenseitige Vertrauen erschüttern. "Menschen lügen, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen - oftmals auf Kosten anderer."
Michael Saller ist Professor für Wirtschaftsrecht an der Ernst-Abbe-University of Applied Sciences in Jena sowie Special Counsel bei einer führenden deutschen Wirtschaftskanzlei. Er studierte und promovierte in München und Oxford und lehrt u. a. Verhandlungsführung und Vernehmungstechniken. Sein erstes Buch "Erzähl mir alles" wurde in mehreren Sachbuchkategorien bei Amazon auf Platz 1 geführt.