Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Zwischen Wald- und Weltgeschehen - Moritz von Uslar bloggt aus 95173 Oberfranken Moritz von Uslar, gerade noch Feuilletonjournalist bei derZEIT , sagt Tschüss zu seinem bisherigen Leben. Er verlässt sein soziales und kulturelles Umfeld, die Großstadt, und übernimmt den Forstbetrieb der Familie seiner Mutter: einen Fichtenwald in Oberfranken. Hier schreibt er seit 2024 seinen Blog 'Meldungen aus dem Wald' - Alltagstexte, oszillierend zwischen Wald- und Weltgeschehen, zwischen Selbstgespräch und literarischem Pamphlet. Es geht um Borkenkäfer, Schweinsbraten und fränkische Biere, um Provinzmelancholie und Großstadtsehnsucht, Verzweiflungsanfälle über Trump und Wutanfälle über die AfD, über den SPD-Ortsverein und Fahrten mit dem Subaru Forester, die Naturbeschreibungen Adalbert Stifters, die Weisheit der Kneipenwirtin Christl, Sommerabende, Winternächte, das Licht um 17 Uhr und - ja - auch um die Liebe. 'Meldungen aus dem Wald', das ist: Generalabrechnung, Naturelegie, Kino- und Literaturkritik, Sehnsucht nach künstlerischer Freiheit und der doppelte Blick - rein in das Spezialthema Forstwirtschaft und raus in das Kultur- und Geistesleben unserer Republik.
Moritz von Uslar, geboren 1970 in Köln, volontierte bei Tempo, schrieb über dreißig Jahre für SZ-Magazin, Der Spiegel und Die Zeit. Gesammelte Interviews '100 Fragen an' (2004), '99 Fragen an' (2014). Theaterstücke 'Freunde' (2000), 'Freunde 2' (2002) und 'Lulu, Abso-Fuckin'-Lutely' (2004). Der Roman 'Waldstein oder Der Tod des Walter Gieseking am 6. Juni 2005' erschien 2006. Der Reportage-Roman 'Deutschboden/ Eine teilnehmende Beobachtung' (2010), ausgezeichnet mit dem Fontane-Literaturpreis der Stadt Neuruppin, wurde 2014 verfilmt, der Nachfolge-Band 'Nochmal Deutschboden' (2020) wurde Spiegel-Bestseller. Seit 2024 lebt von Uslar in Zürich und in Oberfranken. Sein literarisches Werk und Wirken würdigte ein Text+Kritik-Band, erschienen im Januar 2026.