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Antimuslimischer Rassismus ist fester Bestandteil gesellschaftlicher Machtverhältnisse und schreibt sich tief in den Alltag von Muslim*innen ein. Er prägt Gefühle und Wahrnehmungen ebenso wie Denk- und Handlungsweisen. Mit dem Begriff der »muslimischen Existenzkünste« entwickelt Ozan Zakariya Keskinkiliç eine subjektorientierte Perspektive auf den Umgang mit antimuslimischem Rassismus. Auf Grundlage biografisch-narrativer Interviews rekonstruiert er eine Bandbreite an Selbsttechniken: affektbezogene und rituelle Praktiken, heterotope und futuristische Techniken, Sound- und Artikulationsstrategien sowie solidarische Sorgebeziehungen. Die Sorge um sich erweist sich dabei als gelebte Praxis, in der Selbstverhältnisse im Spannungsfeld von Rassismus, Macht und Widerstand ausgehandelt werden.
Ozan Zakariya Keskinkiliç (Dr. phil), geb. 1989, ist Politikwissenschaftler und Rassismusforscher. Seine Forschungsschwerpunkte sind (antimuslimischer) Rassismus, Antisemitismus und Orientalismus sowie Subjektivierung, Erinnerung und kritische Kunst- und Kulturproduktion.