Renate Vollmer

Auswanderungspolitik und soziale Frage im 19. Jahrhundert

Staatlich geförderte Auswanderung aus der Berghauptmannschaft Clausthal nach Südaustralien, Nord- und Südamerika 1848-1854. 1. Auflage. 21,0 cm / 14,8 cm / 1,8 cm ( B/H/T )
EAN 9783631484647
95,75 €
inkl. MwSt.
320 Seiten
April 1995
Peter Lang

In der Mitte des 19. Jahrhunderts förderte die königlich hannoversche Regierung in einem spektakulären Projekt die Auswanderung von rund 2.000 Bergleuten aus dem Harz. Geprägt durch spezifisch regionale wirtschaftliche und soziale Krisenserfahrungen, lehnte sie die weit verbreitete Idee eines 'Exports der sozialen Frage' mittels Auswanderung der Armen ab und entschied sich für einen 'Export der Besten': Der Weg der beruflich hoch qualifizierten und gesellschaftlich angesehenen Auswanderer führte vor allem nach Südaustralien. Unter politik-, wirtschfts- und sozialhistorischen Fragestellungen analysiert diese Arbeit den spannungsreichen Bogen von der Auswanderung aus dem Harz bis hin zum langwierigen Einwanderungsprozeß in der britischen Kolonie Südaustralien.

Die Dissertation wurde von Prof. K.J. Bade an der Universität Osnabrück betreut.

Aus dem Inhalt: Demo-ökonomische und soziale Rahmenbedingungen: Königreich Hannover und Berghauptmannschaft - Auswanderungsgeschehen und Auswanderungspolitik im Harz und im Deutschland des 19. Jahrhunderts - Strukturen, Bestimmungsfaktoren und Rückwirkungen der Auswanderung - Einwanderung der Harzer vor dem Hintergrund der allgemeinen deutschen Einwanderung in Südaustralien.