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Was geschieht, wenn derjenige, der einen Fall untersucht, selbst Teil des Falls ist? Der Beobachter ist eine eigenständige Ergänzung zu "Ermittlungsakte Bewusstsein - Der erste Ermittlungsbericht". Während der Hauptband wissenschaftliche Erkenntnisse, philosophische Positionen und offene Fragen rund um das Bewusstsein bündelt, führt dieses Buch dieselbe Untersuchung auf eine andere Weise weiter: als literarisch-philosophischen Dialog. Ein Beobachter betritt den Fall. Gemeinsam mit anderen Figuren wird untersucht, was Bewusstsein eigentlich bedeutet, was Erleben von bloßer Informationsverarbeitung unterscheidet und welche Rolle Wahrnehmung, Gedächtnis, Sprache und das eigene Selbst dabei spielen. Dabei begegnen die Beteiligten unterschiedlichen Erklärungsmodellen und philosophischen Positionen. Doch je weiter die Untersuchung voranschreitet, desto schwieriger wird die ursprüngliche Frage. Denn wer Bewusstsein untersucht, benutzt selbst Bewusstsein. Wer seine eigene Wahrnehmung untersucht, kann sich nicht vollständig außerhalb dieser Wahrnehmung stellen. Und wer wissen möchte, was er über sich selbst wissen kann, stößt unweigerlich auf die Grenzen seines eigenen Beobachtungsstandpunkts. Aus der Untersuchung des Bewusstseins wird so allmählich eine Untersuchung desjenigen, der untersucht. Wer ist der Beobachter?
Ich beschäftige mich mit Fragen rund um Bewusstsein, Wahrnehmung, Erkenntnis und die Veränderung des menschlichen Denkens. In meinen Arbeiten verbinde ich wissenschaftliche Erkenntnisse mit philosophischen Fragestellungen und unterschiedlichen Perspektiven auf den Menschen.