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"Man sagt, wer allein nach Bali fliegt, sucht das Abenteuer. Man sagt, ich hätte es provoziert. Doch niemand fragt nach der Wahrheit hinter dem Urlaubsfoto." Meike ist einundzwanzig, frischgebackene Bürokauffrau und bereit, ihren Traum endlich wahr zu machen: Ein dreiwöchiger Trip nach Bali. In Ubud scheint die Welt noch in Ordnung: Palmen, Tempel und Wayan - ein Surfer mit einem Lächeln, das nach Freiheit schmeckt. Meike lässt sich fallen. Sie vertraut ihm. Sie glaubt an die Achtsamkeit, die er predigt. Doch in einer einzigen Nacht wird das Vertrauen zur Waffe. Ein einziger Moment, in dem Wayan eine Entscheidung über Meikes Körper trifft, die nur ihr zugestanden hätte, verändert alles. Plötzlich ist Bali kein Paradies mehr, sondern der Schauplatz eines kalkulierten Betrugs. Zurück in Deutschland wartet kein Mitleid, sondern ein Spießrutenlauf. Während die Kolleg:innen in der Teeküche über die "naive Touristin" herziehen und ihre Eltern sich für ihre Schande schämen, muss Meike eine Wahl treffen: Lässt sie sich von den Urteilen der anderen brechen - oder findet sie inmitten der Scherben ihre eigene Kraft? Hochemotional, ungeschönt und mutig.
Salome Vrei wuchs in einer evangelikalen Freikirche auf, deren Regeln sie bis ins Erwachsenenalter prägten. Sie lernte, Zweifel zu unterdrücken, Schuld bei sich zu suchen und die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Mit Mitte zwanzig begann sie, sich Schritt für Schritt aus diesen kontrollierenden Strukturen zu lösen. Heute schreibt sie (auto-)biografische Kurzromane über Machtmissbrauch, toxische Loyalität und den Verlust von Integrität - in religiösen Systemen, Beziehungen und Familien.