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Ich hatte eine Aufgabe. Sie beschützen. Einunddreißig Männer, die auf mein Wort sterben würden. Jeder Kilometer Küste von Wilhelmshaven bis zum Bremerhavener Korridor. Und als mein Club sich gegen meine Frau wandte, saß ich am Kopfende dieses Tisches und sagte nichts. Elf Sekunden. So lange hab ich geschwiegen. Am Morgen war sie weg. Neun Monate hat es gedauert, sie zu finden. Neun Monate, in denen ich einer Frau hinterherjagte, die ihr Telefon wechselte, ihren Namen, ihr ganzes Leben - nur um von meinem wegzukommen. Jetzt lebt sie in Oberfranken. Ein kleines Mietshaus. Ein Job in einer Buchhandlung. Sie lächelt Menschen an, als hätte sie nie gelernt zusammenzuzucken. Und sie hält ein Baby mit meinen Augen im Arm. Sie lässt mich ihn nicht halten. Sie lässt mich nicht durch die Tür. Sie will kein Wort davon hören, wie leid es mir tut - weil "es tut mir leid" nur ein Geräusch ist, und sie hat jedes Geräusch gehört, das ich machen kann. Also hör ich auf zu reden. Ich repariere die Lampe über der Tür. Ich putze die Dachrinnen. Ich stelle Einkäufe hin, die sie sich sowieso schon kauft. Ich stehe auf einer Straße vor einem Haus, das nicht meins ist, und fahre bei Sonnenuntergang heim, und komme am nächsten Tag wieder. Jeden Tag. Drei Häuser weiter unterrichtet ein Mann Gitarre. Er ist freundlich. Er ist verlässlich. Er ist alles, was ich nicht war. Er ist schon halb dabei, sie zu lieben, und ich mach ihr keinen einzigen Vorwurf, dass sie hinsieht. Aber ich bin der, der noch dasteht, wenn sie fertig ist mit Entscheiden.