Blick ins Buch

Simona Lavaud

Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit?

Jüdische Wohlfahrt in der Weimarer Republik zwischen privaten Initiativen und öffentlichem Engagement am Beispiel der Berliner Gemeinde. 1. Auflage. 21,6 cm / 15,3 cm / 2,1 cm ( B/H/T )
EAN 9783631658475
80,20 €
inkl. MwSt.
300 Seiten
Dezember 2014
Peter Lang

Wohltätigkeit, Wohlfahrt und Fürsorge sind Begriffe, die im Judentum eine bedeutende und zentrale Rolle spiel(t)en, da sie das umschreiben, was sich als konstitutiv für die jüdische Gemeinschaft erwies: eine traditionell gewachsene Unterstützungspflicht von Menschen für Menschen in jeder Lebenssituation von der Geburt bis zum Tod. Diese Spannweite jüdischer Wohltätigkeit ist der Untersuchungsgegenstand dieses Buches. Es wird gezeigt, wie sich das wohltätige Arbeiten in den jüdischen Gemeinden, speziell in der Berliner Gemeinde, in den 1920er und beginnenden 1930er Jahren entwickelte, als, basierend auf der Weimarer Reichsverfassung und diversen Wohlfahrtsgesetzen, Begriffe wie Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit für die deutschen Juden eine neue Signifikanz bekamen.

Simona Lavaud studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik an der Universität Kassel. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel und Stipendiatin des Leo Baeck Fellowship-Programms. Zurzeit arbeitet sie als Studienrätin an einer gymnasialen Oberstufe.

Inhalt: Jüdische Gemeinde Berlin - Wohlfahrt in der Weimarer Republik - Jüdische Vereine - Ostjudenproblematik - Wohlfahrtsgesetzgebung - Inflation und Weltwirtschaftskrise - Modernisierung der Fürsorge - Bevölkerungspolitik - Gleichstellung durch die Weimarer Verfassung - Allumfassende Wohlfahrt von der Geburt bis zum Tod.