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Der Boxer - Ein atemberaubender Thriller über die Warschauer Unterwelt der 1930er Jahre Jakub Shapiro ist ein vielversprechender junger Boxer mit außergewöhnlichem Talent. Der mächtige Unterweltboss Kaplica erkennt sein Potenzial und macht ihn zu seinem Vertrauten. Doch als rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung Kaplicas Imperium ins Wanken bringen und er wegen eines angeblichen politischen Mordes inhaftiert wird, bricht in der Unterwelt ein regelrechter Krieg aus. Jakub Shapiro muss nun die Zügel in die Hand nehmen: Er geht gegen Feinde und Verräter vor, beginnt eine verhängnisvolle Affäre mit der Tochter des Staatsanwalts und versucht gleichzeitig, seine Familie vor dem eskalierenden Hass zu schützen. Schritt für Schritt schlüpft er immer mehr in die Rolle des Paten. Szczepan Twardochs Roman Der Boxer zeichnet den Aufstieg eines Verbrecherhelden zwischen Gewalt, Eleganz und Laster und seine Verwundbarkeit als Jude im Vorkriegs-Warschau. Grandios inszeniert und beinahe filmisch erzählt, entfaltet sich ein fesselndes Panorama mit Sportlern und Schurken, einem Mann mit zwei Gesichtern, glamourösen Huren und charismatischen Gangstern. Ein mitreißender, thrillerhafter Roman, der eine explosive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.
Szczepan Twardoch, geboren 1979, ist einer der herausragenden Autoren der Gegenwartsliteratur. Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet worden, Twardoch erhielt u.a. den Polityka-Passport-Preis, den Brücke-Berlin-Preis (mit seinem Übersetzer Olaf Kühl), den Samuel-Bogumil-Linde-Preis und den Usedomer Literaturpreis. Zuletzt erschien Die Nulllinie. Roman aus dem Krieg. Die NZZ schrieb: «Dem Sog seines Erzählens kann man sich schwer entziehen.» Twardoch lebt mit seiner Familie in Pilchowice/Schlesien. Olaf Kühl, 1955 geboren, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte und arbeitete lange Jahre als Osteuropareferent für die Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er ist Autor und einer der wichtigsten Übersetzer aus dem Polnischen und Russischen, u.a. wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis und dem Brücke Berlin-Preis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman, «Der wahre Sohn», war 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert.