Blick ins Buch

Volker Speth

Katholische Aufklärung und Ultramontanismus, Religionspolizey und Kultfreiheit, Volkseigensinn und Volksfrömmigkeitsformierung

Das rheinische Wallfahrtswesen von 1826 bis 1870 - Teil 1: Die kirchliche Wallfahrtspolitik im Erzbistum Köln - 2., aktualisierte und erweiterte Auflage. 2. Auflage. 21,6 cm / 15,3 cm / 4,6 cm ( B/H/T )
EAN 9783631663035
153,60 €
inkl. MwSt.
766 Seiten
Februar 2015
Peter Lang

Das Buch schildert den Kampf zwischen der katholischen Aufklärung und dem Ultramontanismus um die Haltung der Kirche zum Wallfahrtswesen, einer beliebten Form der Volksfrömmigkeit. Während der Kölner Erzbischof Spiegel (18251835) Wallfahrtsprozessionen mit staatlicher Exekutivhilfe durch Verbote ausmerzen wollte, entschied sich nach wiederholten Kurswechseln Erzbischof Geissel 1842 für die Wiederzulassung und Wiederverkirchlichung der Wallfahrtszüge. Bezog sich diese Tolerierung zuerst nur auf die Wallfahrten nach Kevelaer anlässlich der dortigen 200-Jahr-Feier, wurde sie im folgenden Jahr stillschweigend entfristet und auf alle anderen Wallfahrtsorte ausgedehnt. Ab 1843 war der Wallfahrtskult unter klerikaler Regie im Erzbistum Köln schließlich wieder kirchenamtlich legalisiert und akzeptiert, was sein rasches Wiederaufblühen zur Folge hatte.

Volker Speth ist Bibliothekar und promovierter Historiker.

Inhalt: Katholische Aufklärung und Ultramontanismus - Volksfrömmigkeit - Erzbistum Köln - Die Kölner Erzbischöfe Spiegel, Droste-Vischering und Geissel - Eliminierung des Wallfahrtswesens - Läuterung des Prozessionswesens - Wiederverkirchlichung und Klerikalisierung des Wallfahrtswesens.