Blick ins Buch

Zehra Ömeroglu

Riecht nach Zensur

Wie ein Witz mein Leben veränderte. 24,7 cm / 17,9 cm / 2,0 cm ( B/H/T )
EAN 9783948013417
Übersetzer Übersetzt von Sabine Adatepe
39,00 €
inkl. MwSt.
160 Seiten
Oktober 2026
CORRECTIV Recherchen

Eine vermeintlich harmlose Zeichnung löst einen Skandal aus: ein intimer Beziehungswitz, entstanden während des Corona-Lockdowns für ein Istanbuler Satiremagazin. Keine politische Karikatur, sondern ein derber Scherz.
Doch die türkische Justiz erklärt den Cartoon zur Gefahr für die öffentliche Moral. Auf Grundlage von Paragraf 226 des türkischen Strafgesetzbuchs wird die Karikaturistin Zehra Ömerölu wegen "Obszönität" angeklagt. Für einen Witz drohen ihr bis zu drei Jahre Haft.
Es folgen Jahre voller Unsicherheit, Schikanen und existenzieller Angst. Mit bitterem Humor erzählt Zehra Ömerölu von einem Justizapparat, der Verfahren verschleppt und Kunstschaffende durch endlose Gutachten, Anhörungen und psychischen Druck zermürbt.
Diese autobiografische Graphic Novel zeigt das Paradox der Zensur: Der Versuch eines autoritären Regimes, eine Künstlerin zum Schweigen zu bringen, macht ihren Fall weltweit bekannt - und zu einem Symbol für den Kampf um Meinungs- und Kunstfreiheit.

Zehra Ömerölu ist Karikaturistin, Illustratorin und visuelle Geschichtenerzählerin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Menschenrechte, Meinungsfreiheit und gesellschaftliche Widersprüche. Sie hat Beiträge für führende globale Medien wie Le Monde, France 24, Cartooning for Peace, Le Temps und ECPMF verfasst, drei Bücher veröffentlicht und an internationalen Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und Konferenzen teilgenommen.