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Mythen und Legenden der Dakota - literarisches Zeugnis indigener Tradition 'Mythen und Legenden der Dakota' gewährt einen faszinierenden Einblick in die spirituelle Vorstellungswelt der nordamerikanischen Urbevölkerung. ZitkaläŠa (1876-1938) bewahrt mit diesen Erzählungen einen kostbaren Schatz mündlicher Überlieferungen ihres Volkes. Nach einer behüteten Kindheit im Sioux-Reservat wurde ZitkaläŠa (Roter Vogel) - wie viele indigene Kinder ihrer Zeit - der staatlich erzwungenen Assimilationspolitik unterworfen. Ihre Erfahrungen prägten ihr lebenslanges Engagement für die Rechte der indigenen Bevölkerung Nordamerikas. 'Mythen und Legenden der Dakota' ist ein eindrucksvolles Zeugnis traditioneller Erzählkunst - und ein wichtiges Dokument kultureller Selbstbehauptung. - Geschichten einer Dakota, der geistigen Enkelin von Sitting Bull- Zitkala-Ša, geboren vor 150 Jahren, war eine der bedeutendsten indigenen Schriftstellerinnen, Musikerin, Lehrerin und Kämpferin für die Rechte indigener Menschen- 'Nur wenige haben innegehalten, um zu hinterfragen, ob unter diesem Anschein von Zivilisation wirkliches Leben oder langanhaltender Tod liegt.' Zitkála-Šá- 'Seit unzähligen Zeiten hat die Indianerrasse keine Familiennamen verwendet. Ein neugeborenes Kind erhielt einen ganz neuen Namen. Die Blaustern-Frau war stolz darauf, ihren Namen zu schreiben, für den sie bei ihrer Heirat nicht den eines anderen ersetzen müsste, wie es bei zivilisierten Völkern üblich ist.' Zitkala-Ša- 'Lasst uns nicht nach Gutem oder Gerechtigkeit suchen: Dann werden wir nicht enttäuscht!' Zitkála-Šá- 'Ich fürchte keinen Mann. Manchmal denke ich, ich fürchte Gott nicht einmal.' Zitkála-Šá Ausstattung: SW-Illustrationen
Zitkala-Ša - Roter Vogel - (1876-1938) gilt als eine der bedeutendsten indigenen Schriftstellerinnen. Als Generalsekretärin der panindianischen Vereinigung Society of American Indians, deren Mitbegründerin sie war, setzte sie sich lebenslang nachhaltig für die Rechte der nordamerikanischen Urbevölkerung ein. Sie trug nachhaltig dazu bei, ihrem Volk ein indianisches Selbstverständnis zurückzugeben. Als Tochter einer Dakota und eines Europäers wuchs sie in einem Sioux-Reservat auf. Im Alter von acht Jahren wurde sie von Missionaren in ein Internat der Quäker-Missionare in Wabash, Indiana, gebracht, wo sie tiefes Leid erfuhr und man sie ihrer Kultur berauben wollte. Später studierte sie, war als Übersetzerin, Musikerin und auch als Dozentin tätig. Neben autobiographischen Schilderungen ihrer Kindheit, Vorträgen und Essays sind auch innerhalb ihrer Familie tradierte Mythen und Legenden der Dakota von ihr überliefert.