Edmund Edel

Die Pumpstation - Aus dem Abrisskalender einer Zeugin

Eine Berliner Gesellschaftssatire von 1911 im Spiegel eines fiktiven Zeugentagebuchs. 22,0 cm / 15,5 cm / 0,5 cm ( B/H/T )
EAN 9783743756861
10,00 €
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56 Seiten
September 2026
Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin

Edmund Edel: Die Pumpstation - Aus dem Abrisskalender einer Zeugin. Eine Berliner Gesellschaftssatire von 1911 im Spiegel eines fiktiven Zeugentagebuchs Erstdruck: Berlin, Est-Est-Verlag, 1911. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Berlin 1911. Edith Schulze, die sich längst Didi de Lars nennt, hat den Weg von der Stenotypistin zur mondänen Lebedame geschafft. Sie wohnt elegant im Bayerischen Viertel, bewegt sich durch Hotels, Bars, Tanzlokale und Rennplätze und weiß genau, was ein Kavalier wert ist: so viel wie seine Brieftasche. Dann begegnet sie Prinz Mimi. Er ist jung, charmant, elegant und tatsächlich von Adel. Didi verliebt sich in ihn und träumt bereits von Reisen an die Riviera und einem Leben an seiner Seite. Nur eines fehlt dem Prinzen: Geld. Bald unterschreibt Didi Wechsel, leiht ihm Tausende Mark und verliert schließlich sogar ihr kostbares Brillantcollier. Um Mimi herum formiert sich derweil eine Gesellschaft von Vermittlern, Maklern, Heiratsagenten und Glücksrittern, die aus seinem Titel Kapital schlagen wollen. Reiche Bräute werden gesucht, Rennpferde verschoben, Kredite beschafft und Schulden immer weitergereicht. Didi erkennt nach und nach, dass sie selbst zur 'Pumpstation' einer ganzen Gesellschaft geworden ist, die vom Schein, vom Kredit und von der Hoffnung auf den großen Coup lebt. Doch auch als Mimi wegen Betrugs im Gefängnis landet, ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende. Didi entdeckt eine neue Möglichkeit zum gesellschaftlichen Aufstieg - und aus Edith Schulze soll schließlich eine Frau Gräfin werden. Edmund Edels satirischer Roman zeichnet ein ebenso komisches wie entlarvendes Bild des Berliner Gesellschaftslebens vor dem Ersten Weltkrieg. Hinter Champagner, Adelstiteln und Luxus verbergen sich Schulden, Geschäftssinn und die immer gleiche Frage: Wer pumpt hier eigentlich wen an?