Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Wirtschaftswunder, Italienurlaub, Fernsehen: Die Bilder der 1950er- und 1960er-Jahre sind bis heute vertraut. Herbert Lackner schaut in seinem neuen Buch hinter die Fassade einer vermeintlich "gemütlichen Zeit". Langsam füllen sich die Schaufenster, die Wirtschaft wächst, die Löhne steigen, bald kann man sich einen Italienurlaub leisten. Das neue Fernsehen leert die Kinos, Waschmaschine und Kühlschrank erleichtern den Alltag. Das ist die eine Seite der 1950er- und 1960er-Jahre.
Die andere ist ungemütlicher: Der Mann entscheidet, ob die Frau arbeiten darf. Sittenwächter stürmen Kinos, in Teilen des Landes sind das Twist-Tanzen und der Bikini verboten. Österreich ist spießig und verzopft.
Auch politisch ist das Bild voller Widersprüche: Die SPÖ hilft bei der Gründung der FPÖ-Vorgängerpartei, die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit gerät früh ins Stocken, die ÖVP stürzt ihren Kanzler Leopold Figl und hohe Politiker paktieren mit dem US-Geheimdienst CIA.
Herbert Lackner erzählt von einem Land, das nur mühsam den Weg in die Moderne fand. Aus dem Inhalt:
Dr. Herbert Lackner, geboren in Wien, studierte Politikwissenschaft und Publizistik, war stellvertretender Chefredakteur der Arbeiter-Zeitung und danach 23 Jahre lang Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Profil. Er ist Autor zahlreicher zeithistorischer Beiträge, unter anderem im Profil und Die Zeit.