Jakob Wassermann

Mein Weg als Deutscher und Jude

Herausgegeben und kommentiert von Dierk Rodewald. 19,0 cm / 12,5 cm ( B/H )
EAN 9783596712588
15,00 €
inkl. MwSt.
192 Seiten
August 2027
FISCHER Taschenbuch

Das Schicksal einer deutsch-jüdischen Doppelexistenz - bis heute von ungebrochener Aktualität 'Es ist vergeblich, für sie zu leben und für sie zu sterben. Sie sagen: er ist ein Jude.' Das schrieb Jakob Wassermann 1921 in seiner berühmten autobiographischen Bekenntnis- und Anklageschrift 'Mein Weg als Deutscher und Jude'. Der Nationalsozialismus lag noch einige Jahre entfernt, Jakob Wassermann war als Romanautor auf dem Höhepunkt seines Ruhms. Er war deutsch, er war jüdisch, er fühlte deutsch, er fühlte jüdisch - 'eines so sehr und so völlig wie das andere, keines ist vom anderen zu lösen' -, beides war für ihn nicht voneinander zu trennen. Doch ihm wurde durch die historischen Umstände und den Antisemitismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft nicht gestattet, beide Identitäten gleichzeitig zu leben. Mit dieser Schrift, von Herausgeber Dierk Rodewald reich und kundig kommentiert, wollte Wassermann aufwecken und warnen - vergeblich, wie wir heute wissen, aber erschreckenderweise auch heute immer noch aktuell. 'Ich habe Ihr Lebensbuch, allein schon fortgerissen durch seine schriftstellerische Kraft, beinahe in einem Atem, mit angespanntestem Interesse gelesen.' Thomas Mann in einem Brief an Jakob Wassermann

Jakob Wassermann wurde am 10. März 1873 als Sohn eines jüdischen Fabrikanten in Fürth geboren. 1896 veröffentlichte Wassermann seinen ersten Roman -Melusine-. Ab 1898 war er Theaterkorrespondent der -Frankfurter Zeitung- in Wien, 1919 übersiedelte er nach Altaussee/Österreich. 1929 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, aus der er 1933 austrat. Das nationalsozialistische Regime verbot seine Werke. Wassermann, der u.a. mit Arthur Schnitzler und Thomas Mann bekannt war, starb am 1. Januar 1934 in Altaussee.