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Vielen Marginalisierten wird es unmöglich gemacht, selbstbestimmt zu sprechen, Wissen über sich selbst zu produzieren oder als politische Subjekte zu erscheinen. Um diese gewaltvolle Ordnung zu verstehen und Möglichkeiten des Sich-Wehrens zu eröffnen, sucht Joran Yonis in Hannah Arendts Ringen um Pluralität nach Antworten. Durch eine werkgenetische Rekonstruktion legt Yonis Arendts Pluralitätskonzept erstmals in neun Thesen frei und denkt es für (Anti-)Marginalisierungs- und (Anti-)Diskriminierungsdiskurse weiter. Herauskommt mit Arendt und über Arendt hinaus das Konzept einer verwurzelten bzw. radikalen Pluralität als Analysetool, das unterschiedliche Formen struktureller Ungleichheit und Gewalt analysierbar macht, ohne ihre Spezifik zu nivellieren.
Jonis Yonis (they/them), geb. 1992, ist Wissenschaftler*in, Performancekünstler*in und Kurator*in. They promovierte an der Universität Osnabrück, war dort als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in tätig und arbeitet derzeit als akademische*r Mitarbeiter*in an der Universität Potsdam. Sowohl in der wissenschaftlichen als auch in der künstlerischen und kuratorischen Praxis arbeitet they zu Themen von (Anti-)Marginalisierung, Macht und Ermächtigung, wobei they Techniken des Genderqueerings und Crippings widerständig anwendet.