Blick ins Buch

Werner Englert

Der Zehnte von Goslar - Die Fälle des Veit Falkenrieth - Band 3

21,6 cm / 13,5 cm / 3,0 cm ( B/H/T )
EAN 9783567018084
25,90 €
inkl. MwSt.
388 Seiten
September 2026
tredition

Der dritte Fall für den Sonderermittler des Kaisers.
Winter 1530. Drei Jahre lang stand der Rammelsberg still - der Berg, aus dem Goslar sein Silber holt und seinen Reichtum. Nun hat der Reichstag zu Augsburg entschieden: Es wird wieder gefördert, aber unter Zwangsverwaltung. Bis geklärt ist, wem der Ertrag zusteht, wird jedes Stück Erz gewogen und jeder Erlös versiegelt.
Veit Falkenrieth kommt als Beisitzer des Kaisers in eine Stadt, die ihn nicht will. Er soll zählen - und nebenbei aufklären, warum ein Advokat der Stadt auf der Heimreise vom Reichstag verschwunden ist, mitten unter kaiserlichem Geleit. Zwei Aufträge in einem Schreiben. Das heißt meistens, dass der Kaiser für keinen von beiden genug Männer hat.
Als ein Ratsherr in einer Stiftsruine erschlagen wird, glaubt Veit das Muster zu kennen. Er irrt sich - und ein Unschuldiger zahlt dafür mit acht Tagen im Turm. Denn was in Goslar geschieht, hat mit dem Herzog weniger zu tun als mit den Büchern, die drei Jahre lang niemand aufgeschlagen hat.
Zwischen Knappschaft und Rat, zwischen einer Witwe, die mehr weiß, als sie sagt, und einer Frau, über die man in der Stadt zu reden beginnt, muss Veit herausfinden, was aus dem Berg kam, als angeblich nichts aus ihm kam. Und wer bereit ist, dafür ein zweites Mal zu töten.
Historischer Kriminalroman vor dem Hintergrund verbürgter Ereignisse: der Goslarer Bergstreit mit Herzog Heinrich dem Jüngeren, die Zwangsverwaltung des Rammelsberger Erzes nach dem Augsburger Reichstag von 1530 und das Verschwinden des Stadtsyndikus Dr. Cunradt Dellinghusen, das bis heute ungeklärt ist.

Über den Autor
Werner Englert interessiert an Kriminalfällen vor allem eine Frage: Wie löst man einen komplizierten, verzwickten Fall, wenn es weder DNA-Spuren noch Fingerabdruck-Datenbanken gibt - sondern nur einen aufmerksamen Blick, gute Fragen und die Fähigkeit, so zu denken wie der Täter selbst? Genau diese Faszination für die Ermittlungsarbeit vergangener Jahrhunderte hat ihn zum historischen Kriminalroman gebracht.
Die Wahl fiel bewusst auf das 16. Jahrhundert: eine Zeit voller politischer Spannungen, religiöser Umbrüche und Städte, die zwischen altem Recht und neuer Macht taumelten - aber noch vor dem Dreißigjährigen Krieg, dessen Ereignisse so dicht dokumentiert sind, dass jedes Detail einer Geschichte gegen ein enges Netz historischer Fakten bestehen müsste. Das 16. Jahrhundert bot Englert, was er suchte: genug historische Verlässlichkeit, um ernsthaft recherchieren zu können, und genug Raum, um darin eine eigene Geschichte zu erzählen.
Mit "Die Fälle des Veit Falkenrieth" erschafft er eine Reihe um einen kaiserlichen Ermittler mit einer seltenen, unbequemen Gabe: Er denkt wie ein Mörder, um ihn zu fassen. Voraussichtlich zwölf Bände sind geplant, jeder ein abgeschlossener Fall an einem anderen Ort der bekannten Welt.
Werner Englert lebt in der Region Heidelberg.
Auf wernerenglert.de steht zu jedem Buch der Prolog samt den ersten drei Kapiteln zum Lesen, dazu mein Newsletter mit Neuigkeiten zu den kommenden Bänden.